Wie Kinder lernen & klug werden

mitwachsender Stuhl, ergonmischer Kinderschreibtisch

Kaum vorstellbar: Im menschlichen Gehirn vernetzen sich über 100 Milliarden Nervenzellen. Durch diese Nervenzellen können wir denken, fühlen und handeln. Die Welt und alles, was um uns herum passiert, wird von unserem Gehirn für uns geordnet. Dabei werden Milliarden Nervenzellen miteinander verknüpft.

In den ersten drei Lebensjahren eines Kindes bildet jede einzelne Gehirnzelle bis zu 10.000 Vernetzungen zu anderen. Ein Großteil dieser Vernetzungen ist im Alltag wenig tauglich – sie werden im Laufe der Entwicklung korrigiert, also neu vernetzt. Ein Entwicklungsschritt funktioniert in etwa so: Ein Kind im Alter von 3 Jahren bekommt ein Teddybär geschenkt,  der ist weich, kuschelig und braun. Diese Verknüpfung wird im Laufe der Entwicklung auch in „weiß“ korrigiert, etwa wenn das Kind seinen ersten Eisbär-Teddy geschenkt bekommt.

Kinder sollen und müssen daher ihre eigenen Erfahrungen machen, um die Verknüpfungen im Gehirn zu bilden. Mit jedem Überprüfungsimpuls kontrollieren sie, ob die bisherige Einordnung weiter Bestand hat. Oft reicht dabei nicht nur ein Impuls, sondern mehrere sind erforderlich – das kennen Eltern gut, wenn sie zum gefühlten „100sten Mal“ ihre Kinder dazu auffordern, bestimmte Dinge zu tun oder zu lassen. So ist es manchmal tatsächlich die stetige Wiederholung, die es braucht, damit der Überprüfungsimpuls richtig ankommt. Solche Verknüpfungen bilden sich bis zum 10. Lebensjahr und werden zum Fundament fürs Leben – zu Beginn können Kinder nur grob nach Farbe, Form, Geräuschen und Größe unterscheiden.

Aber nicht nur Wiederholungen steigern den Lerneffekt, auch weitere Maßnahmen helfen Kindern, gut zu lernen:

Was können Eltern tun?

• Geben Sie Ihrem Kind Zeit, neue Umgebungen zu erkunden z.B. bei Spaziergängen
• umgeben Sie es mit Sprache – lesen Sie Ihrem Kind vor
• Spielen Sie viel mit Ihrem Kind und lassen Sie sich bei gemeinsamen Aktivitäten vom Kind leiten
• Akzeptieren Sie, wenn Ihr Kind keine Lust mehr hat
• eine anregungsreiche Umgebung schaffen, damit das Kind viel zu beobachten, erforschen und untersuchen hat
• Schauen Sie Bilderbücher an und lassen Ihr Kind erzählen, was es sieht

Auch eine eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung sowie viel Körperkontakt beflügelt – ebenso wie ernst gemeintes Lob.