Was tun? Wenn Kinder Angst vor Klassenarbeiten haben…

Lernen, Noten, Beurteilung, Schreibtisch

Woran können Eltern die Angst vor Klassenarbeiten bei ihren Kindern erkennen?

Leider lässt sich die Angst vor Klassenarbeiten bei Kindern nicht so einfach erkennen. Kinder selbst, erkennen es schon gar nicht. Betroffene leiden häufig unter Übelkeit, Kopfschmerzen, Nervosität, Schwitzen oder schlaflosen Nächten. Zudem lernen diese Kinder entweder ununterbrochen oder sie lernen gar nicht, weil sie der Meinung sind, dass es sowieso nichts bringt. Die Angst beeinflusst das Lernvermögen vor der Arbeit enorm. Auch wenn sie gelernt haben, können sie das vorhandene Wissen nicht abrufen. Das führt dann zu einem Blackout während der Klassenarbeit. Betroffene Kinder wollen am Tag der Klassenarbeit oft zuhause bleiben oder schwänzen sogar die Schule. Wenn Kinder häufig besorgt über das Thema Klassenarbeiten sprechen, kann das ein erstes Anzeichen für solch eine Angst sein.

Aber warum haben manche Kinder Angst vor Klassenarbeiten?

Der Hauptgrund ist mangelndes Selbstwertgefühl, Gedanken wie beispielsweise „Das schaff ich ja nie“… und Misstrauen in die eigene Leistungsfähigkeit. Nicht zu unterschätzen ist hierbei auch der steigende Erwartungsdruck vieler Eltern. Kommen dann noch Misserfolge und kontinuierlich schlechte Noten dazu, so verstärkt sich die Einschätzung des Kindes und es verliert somit noch mehr an Selbstwertgefühl.

Die Auswirkung auf den Lernerfolg ist groß:

Durch die Versagensangst werden die Gehirnströme blockiert. Betroffene Kinder können dann die Aufgaben nicht verstehen und schon gar nicht lösen – Blackout. Das Selbstbewusstsein der Kinder wird weiterhin geschwächt und die Denkblockaden verstärken sich. Dadurch nimmt die Versagensangst weiterhin zu und somit auch die Misserfolge.

Und wie können Eltern helfen die Versagensangst zu besiegen?

Kinder brauchen Liebe, Anerkennung und Lob, egal ob sie gute oder schlechte Noten in der Schule schreiben. Zudem haben Denkblockaden weder mit Intelligenz noch mit Lernbereitschaft zu tun.

In erster Linie gilt es für Eltern herauszufinden, welcher Grund sich hinter schlechten Schulnoten verbirgt. Im Anschluss sollten Eltern mit ihrem Kind ausführlich darüber sprechen und die Situation erklären.

Die Noten dürfen keinesfalls Hauptthema im Familienleben werden. Versuchen sie lieber kleine Erfolgserlebnisse ihrem Kind zu ermöglichen. Möglicherweise ist ihr Kind im Sport gut, dann lassen sie ihr Kind an kleinen Olympiaden teilnehmen. Hier können zwar nur kleine Erfolgserlebnisse erzielt werden, stärken aber das Selbstwertgefühl. Versuchen sie ihr Kind nicht unter Druck zu setzen. Dauerpauken bringt nichts. Ist die Klassenarbeit erst mal geschrieben, sagen sie ihrem Kind wie stolz sie darauf sind und nehmen sie sich am Nachmittag die Zeit für eine kleine Belohnung. Kleinigkeiten wie ein Hallenbadbesuch oder ein Eis reichen hier völlig aus.