Sehschwäche bei Kindern erkennen: Ein regelmäßiger Augen-Check ist unerlässlich…

Zahlreiche Kinder in Deutschland und Österreich sehen schlecht – viele Eltern bemerken es leider nicht. Ein Kind erkennt keine Sehschwäche von selbst, weil es kein besseres Seherlebnis kennt, das Kind hat sich daran gewöhnt. Bundesinnungsmeister der Augen- und Kontaktlinsenoptiker Peter Gumpelmayer (Österreich) weiß, dass fast jedes dritte Schulkind schlecht sieht. Eine Sehschwäche muss nicht unbedingt eine Weit- oder Kurzsichtigkeit bedeuten, sondern es kann auch eine Hornhautverkrümmung die Ursache für schlechtes sehen sein.

Eine Sehschwäche bereitet den betroffenen Kindern im Schul- und Turnunterricht Probleme. Im Schulunterricht können Konzentrationsstörungen, Frust, Schulunlust und Kopfschmerzen auftreten. Im Turnunterricht kann es dann schon gefährlicher für diejenigen werden, da sie Entfernungen und Hindernisse nicht exakt einschätzen können. Leider werden diese Kinder oft als tollpatschig, nicht intelligent oder sogar lernunwillig abgestempelt, was völlig absurd ist. Eltern sollten unbedingt darauf achten, dass sie regelmäßig ca. 1-mal im Jahr einen Sehtest mit ihrem Kind beim Optiker oder Augenarzt durchführen lassen. Wobei wir einen Augenarztbesuch empfehlen, da hierbei exaktere Ergebnisse ermittelt werden können. Solch ein Augen-Check für Kinder empfiehlt sich vor dem neuen Schuljahr, auch wenn nach außen hin alles in Ordnung erscheint.

Weitere Warnzeichen für eine Sehschwäche können folgende sein:

  • Augenzittern
  • Auffallend große Augen
  • Lichtscheu oder keine Reaktion auf Licht
  • Schielen
  • Reiben mit den Fingern in den Augen und das Ziehen von Grimassen
  • Getrübte Hornhaut
  • Starkes Zusammenkneifen der Augen
  • Vorbeigreifen an Gegenständen
  • Anstoßen an Möbeln, Türen oder sonstigen Gegenständen, stolpern
  • Zunehmende Sehschwierigkeiten in der Dunkelheit
  • Kopfschmerzen
  • Große und starke Pupillen

Zu bleibenden Schäden kann es führen, wenn eine Sehschwäche nicht rechtzeitig erkannt wird und unentdeckt bleibt. Dann besteht auch die Gefahr, dass ein Kind den Umgang gelernt hat nur mit einem Auge auszukommen. Es gewöhnt sich weiterhin daran.

Wird bei einem Sehtest ermittelt, dass ein Kind eine Sehhilfe benötigt, dann gehen Sie am besten zu einem Brillen-Fachmann und lassen sich dort gemeinsam mit Ihrem Kind beraten. Dem Kind sollte die Brille gefallen, es sollte sich absolut sicher sein, dass es sich wohlfühlt, ansonsten beginnt Zuhause der morgendliche Kampf die Brille aufzusetzen. Es ist völlig ok, wenn Ihr Kind sich eine bunte Brille auswählt. Zudem muss eine Kinderbrille exakt zentriert sein. Die optischen Mittelpunkte der Gläser müssen mit den Sehachsen genau zusammenpassen. Ist das nicht der Fall, können weitere Kopfschmerzen auftreten, sowie Schwindelgefühle oder das Sehen von Doppelbildern. Weitere Kriterien für eine Kinderbrille sind: Unzerbrechlich, stabil und robust.

Trägt Ihr Kind eine Brille oder Kontaktlinsen? Mit wie viel Jahren haben Sie das bei Ihrem Kind festgestellt? Gehen Sie mit Ihrem Kind regelmäßig zum Augenarzt oder zum Optiker?

Quelle