Leserbrief Teil 2: Sommerferien und richtiges Lernen – wie passt das eigentlich zusammen?

für das nächste Schuljahr vorbereiten

Liebe Blog Fans, wie versprochen geht es weiter mit Teil 2: Sommerferien und richtiges Lernen – wie passt das eigentlich zusammen? Hier die Fortsetzung des Leserbriefes:

Die Frage ist, an welchem Platz soll ein Kind lernen? Ganz viele super Tipps finden sich hier auf „Gesundes Lernen“!!! Unbedingt sollten die Beiträge über die Möbel-Ausstattung und das richtige Sitzen gelesen werden. Hier können Eltern vieles „lernen“.

Damit die Kinder immer wieder gut reinfinden, ist der gleiche Ort wichtig. Klar, gerade jetzt bei schönem Wetter versuchen meine immer wieder draußen auf der Terrasse zu landen. Das geht dann so lange gut, bis der erste viel interessantere Hund vorbeikommt, die Sonne blendet oder wir anderen uns unterhalten. Es ist zwar gut gemeint die Kinder am schönen Wetter teilhaben zu lassen, aber es funktioniert unter dem Strich einfach nicht. Also lieber das Kinderzimmer lüften, eine positive Atmosphäre schaffen und keine Störungen durch Geschwister oder Musik zulassen. Am Schreibtisch sollten immer die wichtigen Dinge wie Stifte, Radiergummi usw. zu finden sein, die passenden Bücher werden dazugelegt und alles andere ist im Regal oder Schreibtisch. Die „moll“-Riesenschublade unter der Schreibtischplatte ist Gold wert, da die Fächer gut aufgeteilt sind hat alles seinen Platz und ist schnell zur Hand. Eine Buchstütze vergrößert noch den Platz und die Übersicht auf dem Schreibtisch. Naja ehrlich gesagt, je nach Alter tummeln sich Legokreationen oder Nagellackfläschchen noch kurz vor Beginn auf der Fläche, obwohl ich immer wieder sage, dass der Schreibtisch freibleiben soll. Es ist halt dort ein gutes Arbeiten, auch wenn es nur um die Lackierung der Fingernägel in allen Farben des Regenbogens geht…

Der Vorgang des Lernens und Behaltens ist bei meinen beiden Kindern anders. Während der Eine alles Wichtige zu den Themen herausschreibt und sich viele Bilder dazu malt oder aus dem Internet ausdruckt, sitzt die Andere mit Karteikarten da und versucht den Inhalt so zu kürzen, dass er auf eine kleine Karte passt. Abfragen des Stoffes ist bei uns am Ende immer angesagt.

Was ich als Mama erst einmal lernen musste ist, nicht zu sagen, „komm wir lernen“, sondern „wenn du lernen möchtest, dann komme auf mich zu“. Formulierungen wie „ wir müssen doch noch Englisch lernen“ habe ich mir auch abgewöhnt – ich habe die Schule nämlich schon hinter mir!

Und nicht vergessen, die Lernenden immer wieder zu loben und zu motivieren.

Also wenn Lernen in den Sommerferien, dann richtig, dass es auch etwas bringt. Damit meine ich nicht nur die Vorbereitung für super Noten, sondern Verbesserungen, auch wenn sie klein sind. Sie sollten die Anstrengung belohnen und nicht beurteilen sowie bewerten.

Liebe Grüße aus Dürnau

Heike Frank