Wir stärken uns den Rücken: Übungen für Mutter und Kind

zur Schule laufen, Gewicht des Schulranzens, Mütze

Warum klagen unsere Kinder über Rückenprobleme?

Stundenlanges schiefes sitzen auf dem Stuhl, ein zu schwerer und nicht geeigneter Schulranzen, Verringerung der Freizeit und der Bewegung durch einen langen Schultag. All das sind Ursachen, die schon ab der ersten Klasse zu Rückenproblemen bei Kindern führen.

Übrigens wussten sie, dass insbesondere im Grundschulalter die Knochen weicher und verformbarer sind? Ein gut passender und geeigneter Schulranzen ist deshalb ein muss! Aber was sollten sie beim Kauf eines Schulranzens beachten:

  • Rückenform: Körpergerecht, rückenschonend gepolstert und an mehreren Stellen anliegend – harte Polster drücken, bei dünnen spürt man die Bücher
  • das Leergewicht sollte nicht mehr als 1,5 kg betragen
  • Schultergurte mindestens 4 cm breit – das Gewicht kann sich so besser verteilen
  • ein Tragegriff sollte vorhanden sein, evtl. auch Rollen um den Schulranzen zu ziehen

Ein Blick auf die Seite von Stiftung Warentest lohnt sich.

Zudem ist ein mitwachsender Kinderlernplatz (z.B. von moll) genauso wichtig für den Rücken wie ein passender Schulranzen. Untersuchungen ergaben, dass mindestens 17 % unserer Kinder mit nicht passenden Schulmöbeln lernen – das täglich mehrere Stunden! Und dann fragen wir uns, woher die Kids Rückenprobleme haben? Ein Fünftel der Grundschüler klagt über Rückenschmerzen.

Um Rückenproblemen vorzubeugen hilft nur: Bewegung, Bewegung und nochmal Bewegung. Eine gut ausgeprägte Rückenmuskulatur ist das „A“ und „O“ um gesund zu bleiben. Arbeiten sie gemeinsam mit ihrem Kind an einer gesunden Rückenmuskulatur z.B. durch Gymnastikübungen. Im Folgenden finden sie ein paar Übungen die sie gemeinsam und spielerisch mit ihrem Kind zuhause durchführen können:

  • Runder Katzenrücken – die Katze schleicht sich an eine Maus heran. So geht’s:
    Auf allen vieren im Zimmer umher schleichen und nach „Mäusen“ suchen. Entdeckt ihr Kind ein Mäuschen, wird zu einem Sprung angesetzt – ihr Kind kommt in den runden Rücken und macht einen „Katzenbuckel“.
  • Fischen wie ein Bär – der Eisbär lauert an einem Eisloch um einen Fisch zu fangen. Der Oberkörper liegt mit gestreckten Armen auf dem Boden – Fersensitz. Abwechselnd den rechten und den linken Arm nach vorne strecken.
  • Hüpfen wie ein Frosch: In die Hocke gehen und beide Hände auf den Boden legen, dann wie ein Frosch nach vorne springen – mit den Händen abstützen und mit den Beinen nachsetzen.

Bilder zum Nachmachen und weitere Übungen finden sie hier.