Mama! Wo ist denn…? Vergesslichkeit bei Kindern

4. Januar 2016 von Anne in Tipps

Die Vergesslichkeit kommt mit dem Alter? Von wegen! Auch Kinder können vergesslich sein. Bis zu einem gewissen Maß ist das auch nicht schlimm, kann aber ganz schön nervig sein. Wir zeigen Ihnen, wie sie ihrem Kind beibringen können, auf seine Sachen zu achten.

Viele Eltern können ein Lied davon singen: Die Hausaufgaben stehen an, das Kind verschwindet mit dem Kopf im Schulranzen und kramt und kramt und kramt… irgendwann kommt es kleinlaut wieder an die Oberfläche und meint bedauernd „ich glaub ich hab mein Hausaufgabenheft unter meiner Bank vergessen“. Diese Ausrede zählt natürlich nicht und die Mama muss ein weiteres Mal in die Schule fahren und nach dem vergessenen Turnbeutel von letzter Woche, heute nun das vergessene Hausaufgabenbuch abholen. Eltern treibt dies oft zur Weißglut, doch ein riesen Donnerwetter ist hier der falsche Weg.

Was also können Eltern unternehmen, um der Vergesslichkeit ihrer Kleinen etwas entgegenzusetzen?

Zuallererst: Seien Sie nicht zu streng mit Ihrem Kind. Den meisten Eltern geht es nicht anders wie Ihnen. Kinder sind mit Ihren Gedanken einfach auch einmal woanders und vergessen dann, wo sie den Fahrradhelm gestern liegen gelassen haben.  Häufen sich aber die Dinge, die das Kind vergisst, sodass Sie das Gefühl bekommen, seine Vergesslichkeit übersteige ein normales Niveau, sollten Sie sich überlegen, ob der Grund dafür nicht möglicherweise tiefer liegen könnte.

Konzentrationsstörungen, die sich u.a. in Vergesslichkeit äußern, können einerseits physische Ursachen haben, wie Schlafmangel oder eine unausgewogene Ernährung, andererseits können sie aber auch durch äußere Einflüsse wie Überforderung, Stress, Unordnung oder emotionale Belastungen ausgelöst werden. Das Kind lässt sich dann leicht ablenken, macht Dinge aus Vergesslichkeit doppelt und kann sich nicht mehr erinnern, woran es gerade vor dem Telefonanruf gearbeitet hat. Hier muss aber nicht immer gleich eine Aufmerksamkeitsstörung wie ADHS dahinterstecken. Ganz im Gegenteil: Im Kleinkindalter ist es noch völlig normal, dass Kinder ihre Sachen verlieren, da sie deren Wert und Wichtigkeit noch nicht einschätzen können. So werden aus Sicht des Kindes unbedeutende Dinge einfach mal liegen gelassen. Dies gilt vor allem für Sachen, die dem Kind keinen Spaß machen, wie eben das Hausaufgabenheft. Auch können sie sich noch nicht so viel auf einmal merken. Besonders wenn es darum geht, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun, wird man schnell merken, wie sich das Kind maximal nur noch auf eine Sache konzentriert oder sogar komplett überfordert ist.

Trotzdem müssen Eltern die Schusseligkeit ihrer Kleinen natürlich nicht einfach akzeptieren und täglich die vergessenen Gegenstände einsammeln. Schaffen Sie als Erstes einen geeigneten Rahmen, der es dem Kind ermöglicht, sich auf eine Sache zu konzentrieren und von nichts anderem abgelenkt zu werden. Dazu gehört zum einen Ordnung auf dem Schreibtisch, im Schulranzen und im Kinderzimmer. Auch einer Überforderung durch drei Sportvereine zusätzlich zum wöchentlichen Klavier- und Gesangsunterricht können Eltern entgegenwirken, indem sie bei Anzeichen einer Überlastung die Freizeitaktivitäten ihrer Kinder etwas reduzieren. Probleme wie die Trennung der Eltern oder Mobbing in der Schule können hier auch eine große Rolle spielen. Reden Sie mit Ihrem Kind über dessen Sorgen und suchen Sie gemeinsam nach Lösungen. So senken Sie deren Stressniveau und schaffen für das Kind eine Ausgangslage, sich zu konzentrieren und seine Gedanken beieinander zu haben.

Sie können das Gedächtnis und die Konzentrationsfähigkeit Ihrer Kinder durchaus auch trainieren. Hier gibt es viele tolle Spiele und Übungen, die Ihren Kindern Spaß machen und gleichzeitig die Fähigkeit des Erinnerns fördern. Auch Sie selbst können Ihr Kind aktiv dabei unterstützen, weniger Dinge zu verlieren. Erinnern Sie Ihr Kind: „Vergess nach dem Sport deine Jacke nicht“. Fordern Sie es auf, seine Sachen im Auge zu behalten und nicht unbeobachtet liegen zu lassen. Statten Sie verlustgefährdete Dinge wie Sportschuhe, Jacke, Federmäppchen usw. mit Namensschildern aus und achten Sie darauf, dass Jacken oder Taschen Reißverschlüsse haben. Bringen Sie Routine in tägliche Abläufe; der Schlüssel gehört immer in das Schüsselchen neben der Haustüre. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind keine unnötigen, wertvollen Dinge bei sich trägt. Die teure Uhr von Oma muss nicht zum Fußball mitgenommen werden. Sollte dann doch einmal etwas verloren gehen, binden Sie das Kind aktiv bei der Suche ein. So haben der Verlust und die anschließende Suche einen Effekt, der nachwirken kann.

Quellen:

-        http://www.familie.de/kind/vergesslichkeit-und-schusseligkeit-bei-kinder-509293.html

-        http://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/konzentrationsstoerungen/was-sind-konzentrationsstoerungen/

-        http://www.lernen-merken-erinnern.de/konzentration-steigern/

-        http://www.pro-kita.com/padagogik/hort-2/durch-gedaechtnistraining-spielerisch-das-lernen-erleichtern/

-        http://www.eltern.de/schulkind/grundschule/uebungen-gehirnjogging.html

Anne

Autor/in:

Kind sein ist toll! Daran kann ich mich noch gut erinnern. Kinder müssen raus, brauchen Bewegung und Abwechslung. Doch natürlich muss auch gelernt werden und da Kinder viel am Schreibtisch sitzen müssen,finde ich, dass Möbel für Kinder Spaß machen sollten. Sie müssen sicher sein, bunt und flexibel. Vor allem sollten sie darauf ausgelegt sein, dass Kinder nicht immer still sitzen. Aufgeweckte Kinder brauchen robuste und sichere Möbel...und viel Freizeit zum Spielen.

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