Wie lernt mein Schulkind richtig?

Auch das Lernen will gelernt sein. Mit Hilfe Ihrer Unterstützung kann Ihr Kind die für sich besten Lernstrategien entwickeln ohne dass Langeweile entsteht oder der Spaß fehlt. Als Eltern sollten Sie darauf achten, abwechslungsreiche Lernmethoden einzubringen und Gelerntes im Alltag umzusetzen. Ihr Kind sollte bereits früh an Lernzeiten herangeführt werden, ohne dass es als Zwang angesehen wird. Motivation, Lob und Neugierde bzw. Interesse für eine Sache sind für das selbständige Lernen entscheidend!

Gerade Erstklässler benötigen hierbei die elterliche Unterstützung. In der Anfangszeit wird Ihr Kind Schwierigkeiten mit dem Erledigen der Hausaufgaben zu Hause und vielleicht auch mit den Aufgaben in der Schule haben. Das gemeinsame Üben ist für Erstklässler sehr wichtig. Sie können den Unterrichtsstoff wiederholen und gemeinsam Lesen, Schreiben und Rechnen üben. Passende Übungshefte oder E-Learning Programme sind zum Üben ebenfalls geeignet. Ihr Kind hat dadurch die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich einzelne Inhalte erneut erklären zu lassen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Konzentration von Erst- und Zweitklässler nur eine gewisse Dauer hat, daher sind regelmäßige Pausen – zum Spielen oder Austoben an der frischen Luft – wichtig, um Kraft zu tanken und um die Motivation wieder zu erhöhen.

Was ist das passende Übungsheft?

Eltern wollen ihre Kinder fördern und dazu bewegen, gerne und effektiv zu lernen. Im Handel und Internet gibt es viele Möglichkeiten, zusätzliche Übungen für Erstklässler durchführen zu können. So gibt es beispielsweise spezielles Lernspielzeug wie Schülerlabore oder Magnetpuzzles für Grundschüler. Ganz klassisch und weniger teuer sind Übungshefte für Erstklässler. Diese sind, sofern sie gut aufgebaut sind, eine gute Ergänzung und können viel Spaß bereiten. Wir haben einige wichtige Punkte zusammengestellt, die Sie beim Kauf von Übungsheften für Erstklässler beachten sollten.

Übungshefte mit denen Ihr Kind gern und effektiv lernt, sollten…
  • Tests enthalten, um das gelernte Wissen zu überprüfen
  • Fotos, Illustrationen oder Extrafakten aufweisen, um nicht langweilig zu wirken
  • Belohnungssysteme enthalten, da diese wie ein Lob oder positives Feedback wirken
  • Wichtiges hervorheben oder es in einem Kasten zusammenfassen
  • Schulform und Klassenstufen nennen
  • übersichtlich sein! Ein guter Aufbau mit nicht zu vollen Seiten und einer logischen Struktur!
  • Ein Zeitlimit bei Testheften angeben, um Prüfungssituationen nachzustellen und um Trödeln zu verhindern
  • von einem guten Autor, der sich mit Unterricht auskennt, entworfen sein!

Gute Lernhilfen und Übungshefte für die 1. und 2. Klasse gibt es beispielweise im DUDEN Verlag oder Loewe Verlag.

E-Learning

Es gibt für Kinder jeden Alters neben Übungshefte auch tolle online-Lernangebote, sogenannte E-Learning Websites. Diese machen Spaß, da Ihr Kind am Computer üben kann und sofort eine Rückmeldung zu seinem Wissen erhält. Die E-Learning Websites kombinieren neuartige Web-Technologien, Konzepte für Spaß am Lernen und Erkenntnisse der Lernforschung. Auch tolle Spiele für Erstklässler und kostenlose PC Spiele für Erstklässler sind im Internet verfügbar. Die größte, deutschsprachige kostenlose E-Learning Plattform ist beispielweise https://www.schlaukopf.de/

Es handelt sich dabei um kurze, interaktive Online-Tests, welche die Lernenden mit wenigen Klicks beantworten können. Der Lernerfolg wird sofort durch die Angabe auf Richtigkeit der Antwort gegeben. Durch ein individuelles Feedback können die Lernenden außerdem sehen, wie gut sie im Vergleich zu anderen Nutzern abgeschnitten haben. Auf der Plattform wird nach Grund-, Haupt- oder Realschule sowie Gymnasium und Ausbildung unterschieden. Es sind alle schulische Bereiche, ob Religion, Geschichte, Erdkunde, die Hauptfächer Deutsch, Mathematik, Englisch oder die Naturwissenschaften vertreten. Mit mehr als 40.000 interaktiven Fragen ist für alle Schüler das Passende dabei. Die multimedialen Übungen sind eine tolle Abwechslung zu den klassischen Hausaufgaben und Übungsheften. Auch tolle Aufgaben und Übungen für Erstklässler sind auf der Plattform enthalten. Diese Art der Übung eignet sich besonders für Schüler, die sich schwer motivieren können oder in der Schule Angst haben, falsche Antworten zu geben.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für digitale Medien?

Haben Sie Angst, Ihren Nachwuchs zu früh mit digitalen Medien zu konfrontieren? Die Vorurteile dahingehend sind groß: mein Kind verdummt, wenn es zu früh am Computer sitzt. Daher wird den Kindern oftmals erst ab einem bestimmten Alter der Zugang zum Computer erlaubt. Jedoch sollte die natürliche Neugierde nicht ausgebremst werden!

Der Zugriff zu Computern und Co. sollte dann gestattet werden, wenn Ihr Kind ein Interesse an den Medien zeigen und die Anziehungskraft der neuen Medien vom Spieltrieb Ihres Kinder nicht mehr unterdrückt werden kann.

Unterricht und Lernen am Computer: Wie können Kinder angemessen vorbereitet und eingewiesen werden?

Sie können beim Umgang mit dem Computer eine gewisse Vorarbeit leisten. Schließlich leben wir in einer Welt, in der technische Geräte zum Alltag gehören. Warum also sollte der Kontakt mit diesen Geräten verboten werden, wenn Sie als Eltern Ihr Kind an die Technik heranführen und erklären können?

 

Welche digitalen Medien sind für Erstklässler gut und wie erlernt es diese?

Die digitalen Medien sind gemeinsam zu entdecken, wobei Sie Ihrem Kind Freiheiten im Umgang und beim Ausprobieren lassen sollten. Vor allem am Anfang sollten Sie dabei neben Ihrem Kind sitzen bleiben, so können die wichtigsten Befehle mit Maus und Tastatur, vor allem aber auch auf der bewusste Umgang mit dem Medium erlernt werden. Da das momentane Verlangen von Kindern nicht unterdrückt werden kann, sind Eltern dazu verpflichtet, die Medienzeit zu überwachen. Sind Sie der Meinung, Ihr Kind habe nun lange genug vor dem Computer verbracht, sollten Sie die Medienzeit dann auch beenden. Damit Regeln wie die Medienzeit von beiden Parteien akzeptiert werden, sollten Sie im Vorfeld besprochen und ausgemacht werden. Wirklich funktionieren kann das allerdings nur, wenn Eltern sich mit den von den Kindern genutzten Medien selbst einigermaßen gut auskennen und wenn sie selbst nicht Tag und Nacht am Computer sitzen.  Ihr Kind sollte lernen, selbst auf seine Medienzeit zu achten und diese ohne Aufforderung einzuhalten.

Wie viel Medienzeit und Pausen werden empfohlen?

Der Medienpädagoge und Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Norbert Neuss, der den Studiengang „Bildung und Förderung in der Kindheit“ der Universität Gießen leitet und selbst Vater von zwei Kindern ist, rät zu folgenden Zeiten:

  • Kinder von 4 bis 6 Jahren: 20 bis 30 Minuten am Tag
  • Kinder von 7 bis 10 Jahren: 30 bis 45 Minuten am Tag
  • Kinder von 11 bis 13 Jahren: etwa 60 Minuten am Tag
  • Kinder ab 14 Jahren: gemeinsam verabredetes Medienbudget pro Woche

Beim gemeinsamen Erkunden des Computers beispielsweise und bei der Vorbereitung auf den Unterricht in der Schule geht es vor allem darum, dass Kinder lernen, den Computer sinnvoll zu nutzen. Sinnvoll bedeutet, vor allem den richtigen Umgang mit dem Computer als Werkzeug lernen sowie dessen Informationen verstehen. Das bedeutet auch, dass Kinder lernen müssen, mit allem was sie beispielsweise im Netz tun und lassen, was sie dort lesen und erfahren, reflektiert umzugehen. Die Informationen, die das Internet und die digitalen Medien im Allgemeinen bereithalten, sollten Kinder als Rohmaterial und nicht etwas als gegebene Wahrheiten begreifen.

Als Eltern sollten Sie dabei helfen können, die Informationen eigenständig und mit einer eigenen Sichtweise zu verarbeiten. Ihrem Kind gelingt das in der Regel am besten durch Zeichnen, Sprechen, Nachlesen, Ausdrucken und Beschriften. Auf speziellen Lernplattformen haben Kinder gute Möglichkeiten, sich sinnvolles Wissen anzueignen. Jedoch ist vor allem die Zeit nach dem Lernen entscheidend für die Aufnahme von Wissen, so dass es wichtig ist, Computer und Co. nicht gleich zum anschließenden Spielen zu verwenden und lieber eine Zeit lang ausgeschaltet zu lassen. Wichtig ist es, Kindern beizubringen, dass zu viel Computernutzung nicht gut für Körper und Psyche ist auch wenn sie dies selten bewusst wahrnehmen.

Welche PC-Lernspiele sind zu empfehlen?

  • Frosty der Schneemann
    In der App „Frosty, der Schneemann“ wird eine Geschichte anhand vieler illustrierter Bilder und von einem Sprecher erzählt. Die App eignet sich hervorragend für Leseanfänger, da der gesprochene Text angezeigt wird und die Kinder so mitlesen können. Weitere kleine Spiele, wie ein Memory oder ein Verständnis-Quiz verstecken sich in der Geschichte.
    Die App ist für Kinder ab dem Vorschulalter geeignet und kostet im Apple-Store 3,99 €.
  • Die Maus
    Vollgepackt mit Minispielen ist die kostenlose „Maus-App“ eine gute Wahl. Ob Puzzle, Reaktionsspiel, oder „Frag doch mal die Maus“-Videos, alles ist dabei und sie wird monatlich erweitert. Die App ist kostenlos erhältlich und für alle Kinder geeignet.
  • The Unstoppables – Ein unschlagbares Team
    Was für eine Katastrophe! Völlig ahnungslos stehen vier Freunde vor dem Essstand, als plötzlich der geliebte Blindenhund «Tofu» von einem geheimnisvollen Bösewicht entführt wird. Eine App für alle Grübler, Knobler und Tüftler. Das Spiel wird für Kinder ab 4 Jahren empfohlen und ist kostenlos im App Store erhältlich.
  • Janosch – Panama
    In dieser App wird die Geschichte der beiden Freunde (Bär und Tiger) zum Ort ihrer Träume (Panama) erzählt und ist perfekt zum Vorlesen und später für Erstleser. Interaktiv können Kinder mit verschiedenen kleineren Minispielen den beiden Freunden auf ihrer Reise unter die Arme greifen. Das Spiel wird für Kinder ab 4 Jahren empfohlen und ist für 4,99€ im Google Play Store oder im Apple App Store erhältlich.
  • Lumino City – Ein Knobelspiel
    In einer fantasievollen Stadt über den Wolken muss die kleine Lumi ihren entführten Großvater finden und löst auf ihrer Reise diverse Knobelaufgaben. Die Geschichte führt uns durch die liebevoll mit Hand erstellte Papierstadt, die durch verschiedene Mechanismen am Leben gehalten wird. Hier warten spannende Knobelaufgaben, die auch für uns eine Herausforderung dargestellt haben! Das Spiel ist für Kinder ab 8 Jahren empfohlen und für 4,99€ im Google Play Store und Apple App Store erhältlich.
  • Die Zebra Schreibtabelle
    In dieser App geht es rund um das Lesen und Schreiben lernen für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren. Mithilfe kleiner Bilder lernen die Kinder die Anfangsbuchstaben der Worte. Zudem können sie sich die Worte vorlesen lassen und müssen die passenden Buchstaben zuordnen. Die App ist kostenlos und ideal für Erstklässler.
  • „Imagoras – Die Rückkehr der Bilder“
    Eine unheimliche Finsternis hat den Menschen ihre Fantasie gestohlen. Neugierig folgst du dem quirligen Begleiter Flux in die Welt der Bilder, wo Ihr gemeinsam spannende Rätsel löst. Nur so könnt Ihr die Kunstwerke des Städel Museums aus der Dunkelheit befreien. Viele kleine Minispiele müssen hierbei gelöst werden. Sollte ein Minispiel einmal doch zu knifflig sein, so steht der kleine Begleiter „Flux“ mit guten Tipps tatkräftig zur Seite! Das Spiel wird für Kinder ab 8 Jahren empfohlen und ist kostenfrei im Apple Store erhältlich.
  • Die große Wörterfabrik
    Lesen, spielen, lernen, entdecken, träumen: eine bezaubernde Bilderbuch-App für Kinder ab 3 Jahren und Verliebte jeden Alters – nach dem Bestseller „Die große Wörterfabrik“ wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Leipziger Lesekompass und ist eine bezaubernde Bilderbuch-App für Kinder ab 3 Jahren. Erhältlich für 2,99 € im Google App Store.
  • Lauras Stern – Sprachen lernen
    Mit dieser App lernen Kinder von 4 – 8 Jahren den Namen und die Aussprache von über 200 Gegenständen des Alltags kennen. Sie können das Erlernte spielerisch anwenden und so besonders gut einprägen. Kleine Animationen und gesammelte Sterne belohnen die einzelnen Schritte und der interaktive Sternenglitzer verzaubert jedes Kind. Die verschiedenen Funktionen garantieren vielseitigen, lang anhaltenden Lern- und Spielspaß. Die App kostet 2,99 € im Google Play Store.
  • Die kleine Waldfibel
    Die Waldfibel ist eine Liebeserklärung an den Wald! Ein kostenloses Angebot des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Mit der Waldfibel-App können Tiere und Pflanzen anhand gezeichneter Illustrationen bestimmt, Tierstimmen angehört und Baumhöhen gemessen werden. Die Waldfibel ist auch für Schulen, Kindergärten und waldpädagogische Einrichtungen geeignet.
  • Ubongo – das wilde Legespiel
    Schnell, fesselnd, intuitiv – bei diesem Legespiel ist Köpfchen gefragt! Es trainiert das räumliche Denken in drei einzigartigen Einzelspieler-Varianten. Die App ist geeignet ab 8 Jahren und kostenlos im Apple Store verfügbar.