Das Smartphone – Fluch oder Segen?

8. März 2016 von Anne in Gesundheit, Tipps

Das Smartphone – morgens Begleiter zur Schule oder zur Arbeit. Über den Tag immer wieder aus der Hosentasche gezogen und liebevoll über das Display gestrichen, um zu sehen, ob Nachrichten da sind…

.Selbst nachts im Bett ist es zu finden. Meist an eine Steckdose angeschlossen, aber immer griffbereit. Das ist nicht zuletzt daran zu erkennen, dass die Lieben das letzte Mal um Mitternacht (…morgen ist Schule!) bei Whats App online waren. Fluch oder Segen. Auf jeden Fall immer neu in Frage zu stellen!

Es ist eine erwiesene Tatsache, dass unsere Kinder eher ein Smartphone bedienen, als eine Schleife binden können. Die Bedienung ist allerdings auch nicht mehr so schwer. Die Möglichkeiten aber, die diese Geräte mittlerweile bieten sind für Eltern, die nicht damit aufgewachsen sind, einfach nicht mehr überschaubar. Was nutzt ein Fernsehverbot, wenn die Kinder dann einfach auf dem Smartphone in ihrem Zimmer schauen? Sie surfen munter unbeaufsichtigt im Internet oder schreiben stundenlang im Facebook mit Ihren „Freunden“.
Das würde sich natürlich sofort abstellen lassen, würde man durch den Anbieter den Zugang ins Internet sperren lassen. Damit stempelt man den Nachwuchs zum Außenseiter. Es zählt, wie viel MB oder gar TB das Handy mit Highspeed runterladen kann. An dem Handy wird der Status gemessen – nein nicht der bei Whats App, sondern der Ihres Kindes. Wenn auch Markenkleidung etwas in den Hintergrund gerückt ist, hier zählt „zeig mir Dein Smartphone und ich sag Dir was Du wert bist“. Zugegeben recht provokant, aber so läuft es auf dem Schulhof. Abgesehen von den Möglichkeiten über das Smartphone zu stalken, zu mobben oder unerlaubt die neuesten Kinofilme zu schauen – ohne Altersbegrenzung durch das Kinopersonal.
Wer schon einmal das Haus verlassen hat mit Kindern, die Ihre Smartphones vergessen haben, kennt sich aus was passiert, wenn die Eltern unbeeindruckt von dem Geschrei, aus der Garageneinfahrt fahren. Gähnende Langeweile und Vorwürfe, man würde die Fahrt nicht ohne „Clash of Clans“  überstehen und auch noch wichtige Punkte verlieren, wenn nicht gar Freunde, sind die Folge. Die Abhängigkeit ist spürbar und alarmierend. Wenn dann noch bei Oma und Opa angekommen, diese die Enkel gleich fragen, ob sie mal kurz bei den beiden neu angeschafften Smartphones die Funktionen erklären können, ist der Tag perfekt. Die Eltern sitzen allein kauend vor dem Kuchen – das Rezept hat Oma aus dem Internet runtergeladen! Weg ist das alte Rezeptbuch mit den losen und leicht fleckigen Seiten. Unschwer zu erkennen, dass wir hier eindeutig beim Fluch sind.

Was ist mit dem Segen? Jetzt kommen sozusagen die anderen positiven Seiten. Das Smartphone ist auch ein Telefon. Ja! Gerade im Zeitalter der Ganztagsschulen und der doch vielen Vertretungspläne, Hohlstunden und lückenhaften Busfahrzeiten ist es doch oft hilfreich, so den Sohn oder die Tochter vor einem stundenlangen Warten an der Bushaltestelle bewahren zu können. Anruf genügt.
Das Smartphone gibt ein Stück Sicherheit, dass die Kinder jederzeit in Verbindung treten können und umgekehrt. Naja, man fragt sich so manches Mal, warum mal wieder Junior nicht rangeht, obwohl das doch jetzt ein gefühlter Notfall ist und genau dafür das Handy angeschafft worden ist. Dass man es auch orten kann, kann auch eine Beruhigung sein, wenn die Tochter wiederum mit dem Pferd allein im Gelände ist, weil die Diskussion über die Gefahr zu Ihren Gunsten entschieden wurde.
Beim Lernen des Immunsystems mit einigen Ungereimtheiten, kann ein Lehrfilm eben mal auf YouTube angesehen, schon die Erleuchtung bringen. Es gibt wirklich seriöse auch kostenlose Filmchen zu fast jedem Thema und man muss nicht unbedingt das Laptop hochfahren. Hierzu passt auch noch die Klärung von Meinungsverschiedenheiten wie: hat die Hummel einen Stachel. Das hat nicht gleich den Besuch in der Bücherei zur Folge, sondern ist schnell geklärt. Eigentlich sollte hier nur Positives stehen. Aber was ist an der Bücherei falsch oder an Diskussionen über einen längeren Zeitraum gehen, vielleicht noch am nächsten Tag? Das Internet setzt dem sofort ein klärendes Ende. Fluch und Segen.

In Zehn Jahren wird dieser Artikel ganz anders aussehen. Die Eltern, die Ihre Teenie Zeit noch ohne Smartphone durchlebt haben, gibt es dann nicht mehr. Eine gewisse Wehmut nach der „ich bin nicht jederzeit erreichbar“ und mein Kind muss mit seinen Zeiten zurechtkommen ohne die Anrufe, ob es später kommen kann, macht sich bemerkbar.
Wenn man aber wieder mal im Dunkeln vor der Haustür steht und den Schlüssel nicht platzieren kann…Taschenlampen App – super!!!

Anne

Autor/in:

Kind sein ist toll! Daran kann ich mich noch gut erinnern. Kinder müssen raus, brauchen Bewegung und Abwechslung. Doch natürlich muss auch gelernt werden und da Kinder viel am Schreibtisch sitzen müssen,finde ich, dass Möbel für Kinder Spaß machen sollten. Sie müssen sicher sein, bunt und flexibel. Vor allem sollten sie darauf ausgelegt sein, dass Kinder nicht immer still sitzen. Aufgeweckte Kinder brauchen robuste und sichere Möbel...und viel Freizeit zum Spielen.

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