Von Prinzen und Prinzessinnen… warum Fantasie so wichtig ist

„Du hast aber eine blühende Fantasie!“ – und das ist auch gut so! Fantasie ist gut für die Entwicklung eines Kindes und deswegen sollten Kinder niemals in ihrer Fantasie unterbunden oder bemäkelt werden. 

Fantasie ist etwas Wertvolles, was wir Erwachsenen leider viel zu oft verlernt haben. Kinder dagegen sind von Haus aus offen gegenüber Neuem, sind neugierig und  entwickeln früh erste Zeichen von Fantasie und Kreativität. Schon Babys fangen an mit ihrem Brei zu matschen und sind begeistert, wenn sie ihn überall „hin dekoriert“ haben. Der Grundstein für Kreativität und auch Identität entsteht somit schon in sehr frühen Jahren. Kinder mit einer „blühenden“ Fantasie sind später kreativer, erfolgreicher in Problemlösungen, können sich sprachlich besser ausdrücken und zeigen ein größeres mathematisches Verständnis.

Kinder können sich mit den simpelsten Dingen tolle Geschichten ausdenken und benötigen gar nicht viel, vor allem kein hochtechnologisches Spielzeug. Da werden aus Kastanien kleine Figürchen gebastelt, aus Blättern kleine Segelschiffchen gebaut und mit Papier und Stiften entstehen die tollsten Bilder. Sie sehen, es braucht gar nicht viel, um der Fantasie Ihrer Kleinen freien Lauf zu lassen. Besonders in der Natur finden sich viele tolle Materialien, die auf kreative Weise umfunktioniert werden. Das Ergebnis ist dem Kind beim Spielen relativ egal. Oft weiß es noch nicht mal, was da am Ende eigentlich herauskommen soll. Im Vordergrund steht hier das Machen, das Verändern und das Hinzufügen neuer Eigenschaften. So entwickelt das Kind Schritt für Schritt seine Kreativität und wird zudem in seinem Selbstwertgefühl bestärkt.

Rollenspiele, die wir selbst noch von früher kennen, sind für Kinder eine tolle Möglichkeit Alltagssituationen zu üben und sich in verschiedene Kontexte hineinzudenken: Ob nun eine fantastische Geschichte mit Prinzen, Drachen oder Hexen oder Geschichten aus dem Alltag, wie Mutter, Vater, Kind oder ein Arztbesuch. Das Kind lernt hier, sich in andere Personen hineinzuversetzen und übt soziales Verhalten in der Gruppe, z.B. wie es mit Problemen umgeht oder wie man Kompromisse eingeht. Aber auch Ängste oder unangenehme Ereignisse können hier entweder aufgearbeitet oder für das nächste Mal geübt werden. Wenn der Zahnarztbesuch zuvor „geprobt“ wird, ist beim nächsten Mal die Angst schon gar nicht mehr so groß.

Also: Unterstützen Sie Ihr Kind in seiner Fantasie!

  • Schaffen Sie Ihrem Kind Freiraum, sowohl räumlich, in Form eines Rückzugsortes, als auch zeitlich, nehmen Sie den Stress aus dem Alltag
  • Überfüllen Sie das Kinderzimmer nicht mit Spielsachen: Weniger ist mehr
  • Halten Sie sich zurück und lassen Sie Ihr Kind machen: Beobachten, Zuhören und Mitmachen lautet hier die Devise für die Erwachsenen
  • Sorgen Sie für gleichaltrige soziale Kontakte: Unter ihresgleichen tauschen sich die Kleinen ganz anders aus und lernen gleichzeitig sich durchzusetzen, aber auch auf andere zuzugehen

Quellen: