Ernährung: Erlebniswelt Küche – vom Supermarktregal auf den Mittagstisch

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Gesunde Ernährung fängt nicht erst auf dem Teller an, das wissen wir alle. Unsere Kinder noch nicht. Deshalb ist es gut, wenn Sie Ihr Kind mit in den Supermarkt nehmen. Auch wenn es anstrengend sein kann – spätestens an der Kasse neben den Süßigkeiten (Nerven bewahren!). Denn nur so kann es lernen, was Mama eigentlich macht, um das Essen auf den Teller zu zaubern. Einzige Voraussetzung dafür: Bloß nicht hungrig einkaufen gehen. 

Was Kindern ebenfalls ziemlich viel Freude bereitet, ist der gemeinsame Ausflug zu einem Hofladen. Meist befinden sich diese am Stadtrand oder Ortsrand und locken nicht nur mit frischen Produkten direkt vom Erzeuger, sondern auch mit kleinen Abenteuern. So kann es sein, dass Sie dort auf Ziegen treffen, auf Hühner, auf Rinder, Schweine oder Lämmchen. Und Ihr Kind erfährt ganz zwanglos, dass es quasi direkt um die Ecke Menschen gibt, die Lebensmittel produzieren.

Nach dem gemeinsamen Einkauf können Sie Ihr Kind getrost mit in die Erlebniswelt Küche mitnehmen. Dort kann es beim Obst waschen helfen, mit dem Schneebesen umrühren und – je nach Alter – auch beim Gemüseschnippeln mithelfen. Und natürlich auch ein klein wenig schnabulieren. Das macht mindestens genauso viel Freude wie gemeinsames Plätzchenbacken in der Vorweihnachtszeit. Kinder lernen durch die Einbeziehung in diese Prozesse ganz spielerisch den Umgang mit gesunden Lebensmitteln und sie verinnerlichen so die Wichtigkeit einer Mahlzeit. Wenn Sie Ihrem Kind vorleben, dass Essen alles andere als eine Nebensächlichkeit ist, dann wird es auch später gewissenhaft mit Lebensmitteln umgehen und Freude an der Zubereitung gemeinsamer Mahlzeiten haben.

Und weil natürlich auch das Auge mitisst, gibt es auch hierfür einige nette Deko-Tipps für den Teller: Wie wäre es zum Beispiel mit einem lächelnden Gemüsegesicht, das aus Cocktailtomaten (Augen), einer Karotte (Nase) und Gurkenstückchen besteht (Mund)? Wer sich von Ihnen noch daran erinnern kann, dass er zum Aufessen gezwungen wurde, der wird auch diese Unart sicherlich nicht an seine Kleinen weitergeben. Kinder wissen ganz genau, wann sie satt sind. Womit sie vielen Erwachsenen um einiges voraus sind.

Tipp: Kinder sehen beim Einkaufen oft Neues und möchten es dann auch haben. Unterstützen Sie diese Neugierde; nicht nur die Kinder lernen dazu, wenn Sie ein oder zwei neue Produkte ausprobieren. Legen Sie aber für sich selbst fest, welchen Wünschen Sie nachgeben möchten und welchen nicht. Letztendlich bestimmen Sie, was in den Einkaufswagen kommen soll – nicht Ihr Kind. Und auch Sie entscheiden, ob Sie Ihrem Kind ein gesundes Pausenbrot mit in die Schule geben, oder einfach nur Geld in die Hand drücken.

Quellen:

http://www.baby-und-familie.de/kinderernaehrung
http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/trotzphase-wuetende-kinder-stellen-eltern-auf-geduldsprobe-a-866897.html
http://www.ernaehrung-bw.info/pb/,Lde/Startseite/Empfehlungen/Einkaufen+mit+Kindern