Skifahren: Pistengaudi für die Kleinen

Winter, Schnee, Sonne, Skipiste, moll

Skifahren mit den Kleinsten…

Was für ein putziger Anblick: Der Papa klemmt sich Söhnchen oder Töchterchen zwischen die Beine und fährt im Pflug die Piste runter. Früher gang und gäbe, heute unvorstellbar – in Skigebieten, die immer voller und teilweise auch rücksichtsloser werden.

Deshalb bietet sich ein Skikurs für Kinder heute mehr denn je an. Doch die Geister streiten sich ja schon bei der Frage: Ab welchem Alter sollte mein Kind auf Skiern stehen dürfen? Während die einen „Windelskikurse“ schon für Zweijährige anbieten, warnen Experten davor. Schließlich sei weder die Muskulatur noch die Koordination bei unter Dreijährigen ausgebildet genug, um sicher Skifahren zu lernen. „Ein Skikurs macht erst ab einem Alter von drei bis vier Jahren Sinn“, erklärt Andrea Müller vom Deutschen Skilehrerverband e. V. (DSLV), die selbst eine Skischule betreibt.

Kinder sollten auf jeden Fall einen Kurs besuchen. So lernen sie die Skills von Profis und sind von ihresgleichen umgeben. Für Erwachsene ist es häufig unvorstellbar, ihre Fähigkeiten kindgerecht weiterzugeben. Außerdem haben Kinder-Skilehrer spezielle Ausbildungen hinter sich, um den Kleinen das Skifahren spielerisch und sicher beizubringen. Ohne genervte Eltern, dafür mit jeder Menge Spiel, Spaß, Geschichten und Fantasie. So lernen unsere Kleinen beispielsweise die Slalomfahrt, indem sie um bunte Tiere herumfahren, das Lenken, indem sie Spiel-Lenkräder in die Hände nehmen und damit die Piste runtersausen. Thomas Braun, technischer Leiter beim Deutschen Ski-Verband (DSV) in München bringt es auf den Punkt: „Mit Kindern fährt man Pizzastücke – die Bewegung machen sie dann von allein.“

Ohne die richtige Ausrüstung geht auch bei diesem Sport gar nichts. Der Helm muss perfekt sitzen, die Skier sollten nur bis zum Kinn reichen, die Schuhe dürfen nicht drücken – aber auch nicht zu groß sein, die Sonnencreme sollte mindestens einen Lichtschutzfaktor von 50 haben und auch die Sonnenbrille mit UVA- und UVB-Schutz darf keinesfalls fehlen. Für die richtige Erst-Ausstattung sollten sich Eltern an Fachverkäufer wenden. Denn: Gerade auf der Piste geht nichts über die Sicherheit. Richtig angezogen kann es dann aber auch schon losgehen. Sie werden staunen, wie schnell Ihre Kleinen Fortschritte auf der Piste machen.

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