Gut schlafen – besser lernen

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Das wäre schön: Einfach das Vokabelheft unter das Kopfkissen legen und am nächsten Tag hat man alles im Kopf, was für den Vokabeltest gebraucht wird … Ganz so funktioniert es leider nicht – allerdings weisen Hirnforscher durchaus einen Zusammenhang zwischen Lernen und Schlafen auf: Der Schlaf wird zum Lernen gebraucht.

Schlafen macht schlau

Die Forschung geht davon aus, dass es eine Phase der Verfestigung von Gedächtnisinhalten geben muss. Diesen Vorgang nennen sie „Konsolidierung“. Dabei wird Gelerntes so stabil in den Gedächtnisspeichern des Gehirns verankert, dass es immer wieder abgerufen werden kann. Darüber hinaus kommt es bei manchen prozeduralen Lerninhalten, also dem Wissen darüber, wie wir etwas tun, nach einer (Schlaf-)Pause sogar zu einer Verbesserung der Leistung: So konnten Probanden, denen in einer Übung beigebracht wurde, bestimmte Tasten möglichst schnell nacheinander zu betätigen, ihre Leistung beim tatsächlichen Üben nur bis zu einer bestimmten Grenze steigern. Danach wurden sie erst besser, wenn sie eine Schlafpause eingelegt hatten. Am nächsten Morgen konnten sie die Tastenübung sogar deutlich besser, als am Abend zuvor.

Hilfe! Unter meinem Bett liegt ein Löwe!

Wenn der Schulalltag besonders aufregend ist, kann es auch zu unruhigem Schlaf oder gelegentlichen Schlafstörungen kommen. Wenn Kinder nicht einschlafen wollen oder mitten in der Nacht mit dem Teddy unterm Arm zu Ihnen ins Bett kriechen, kann das viele Gründe haben. Häufig ist Angst die Ursache: Vor wilden Tieren und Gruselgestalten, vor der Dunkelheit an sich oder allegemeine Ängste, wie von den Eltern als Beschützer in der Nacht verlassen zu werden.

Tipps um Angst zu vermeiden:

  • Gehen Sie der Angst auf die Spur und sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber. Das Monster kann auch aus der mit bunten Figuren bedruckten Bettwäsche kommen…
  • Ein gedämpftes Nacht- oder Schlummerlicht verwenden…
  • Geben Sie ein Kuscheltier mit ins Bett…

Goldene Schlafregeln:

  • Regelmäßige Zeiten für das Zubettgehen einführen
  • Gemeinsam vereinbartes Schlafritual, das nicht länger als 30 Minuten dauert
  • Tagsüber für Bewegung und geistig anregendes Spielen sorgen
  • Frische Luft im Kinderzimmer
  • Schlafen positiv belegen und nicht als Strafe nach dem Motto „Wenn du jetzt nicht still bist, musst du ins Bett!“ einsetzen