Sieht gut aus – Augenübungen für zwischendurch

Licht, Helligkeit, Schreibtischleuchte moll

Wie oft haben Sie das schon gehört:
„Du machst dir die Augen kaputt, wenn du bei schlechtem Licht liest“, „Computerspiele schädigen die Augen“, „bei absichtlichem Schielen können die Augen stehen bleiben“? So wirklich viel ist an diesen Mythen nicht dran, da sind sich die Wissenschaftler einig.

Was jedoch feststeht: Lesen bei schlechten Lichtverhältnissen strengt an. Und wer zu viel auf einen Monitor schaut, läuft Gefahr, dass er trockene Augen bekommt. Naja, und wer absichtlich schielt, verulkt meist seine Mitmenschen und sieht dabei nicht besonders vorteilhaft aus.

Etwa 5 Prozent aller Menschen leiden unter der Erkrankung Schielen. Im Gegensatz zu anderen Krankheiten ist das Schielen zwar nicht schmerzhaft, führt jedoch gerade bei Kindern häufig zu Spott und Ausgrenzung. Die Behandlung wiederum ist ziemlich unkompliziert, vor allem dann, wenn sie relativ früh im Kindesalter durchgeführt wird: Bei der Abklebebehandlung wird das „bessere Auge“ für eine bestimmte Zeit mit einem Pflaster versehen, so dass Ihr Kind in dieser Zeit gezwungen ist, alle Seheindrücke nur mit dem amblyopen Auge aufzunehmen. Hierdurch lässt sich in den meisten Fällen rasch eine Besserung der Sehschärfe erreichen.

Aber auch wer nicht schielt, darf seinen Augen gerne etwas mehr Beachtung schenken. Schließlich haben sie Tag für Tag einen anstrengenden Job: Farben und Formen sehen, Eindrücke sammeln und verarbeiten. Unsere Augen gehören zu unseren wichtigsten Sinnesorganen und haben definitiv das Recht auf Erholung. Nicht nur im Schlaf. Hier sind ein paar Übungen, mit denen sich Ihre und die Augen Ihres Kindes entspannen werden (positiver Nebeneffekt: die Übungen machen gemeinsam mehr Spaß als alleine):

Die liegende Acht:

Die liegende Acht kann man in der Luft malen, oder auf einem sehr großen Blatt Papier. Der Übende zeichnet zuerst mit der linken Hand, beginnend an der Mittellinie gegen den Uhrzeigersinn aufwärts zur linken Seite und im Kreis wieder zurück, dann – beim Mittelpunkt der Acht angelangt (etwa Höhe der Nasenspitze) – im Uhrzeigersinn aufwärts zur rechten Seite und im Kreis zurück zum Start und Mittelpunkt. Die liegende Acht aktiviert die beiden Gehirnhälften, entspannt die Augen und fördert das Sehen.

Augenkreisen:

Hierfür drehen Sie Ihre Augen zuerst nach links, dann nach unten, weiter nach rechts und schließlich nach oben. Verharren Sie jeweils eine halbe Minute lang in der Augenstellung. Lassen Sie anschließend die Augäpfel langsam kreisen – zunächst in die rechte, danach in die linke Richtung. Zum Abschluss klimpern Sie noch ein paarmal mit den Augenlidern. Hilft gegen Müdigkeit und trockene Augen.

Palmieren:

Palmieren entspannt die Augen und funktioniert ganz einfach: Erst werden die Hände aneinander gerieben, bis sich die Haut an den Ballen erwärmt. Dann schließt man die Augen und bedeckt die Lider mit den Handballen für circa fünf Minuten. Währenddessen atmet man tief ein und aus und genießt die Wärme auf den Augenlidern.

Blinzeln:

Fast zu einfach, um wahr zu sein, aber auch bewusstes ganz schnelles Blinzeln tut den Augen mal gut. Schließlich bildet sich durch die Übung ein feiner Tränenfilm, der der Trockenheit den Kampf ansagt.

Augen schließen:

Ebenfalls eine sehr naheliegende Übung zur Entspannung der Augen und besonders gut gegen brennende Augen: Augen schließen. So einfach ist das. Augen schließen, durchatmen und nach einer Minute entspannt die Lider wieder öffnen.