Halloween – wieso, weshalb, warum und woher kommt’s?

Verkleidung, Kostüme, Masken

Und warum steht dieser Tag im Zusammenhang mit Hexen, ausgehölten Fratzen-Kürbissen, Gespenstern und Spinnen,…?

Vor mehreren Hunderten von Jahren war Halloween einst ein Herbstfest der Druiden im alten England (heute Großbritanien). Damals glaubten die Menschen, dass es die einzige Nacht des Jahres ist, in der die Hexen und Geister leibhaftig auf der Erde herum spukten. Die meisten Kinder wissen zwar, dass Halloween etwas mit Hexen und Gespenstern zu tun hat und sie sich an diesem Tag auch verkleiden sollen, aber was wirklich dahinter steckt wissen die wenigsten Kinder. Klären Sie ihr Kind auf indem Sie den Hintergrund von Halloween erklären.

Im alten England feierten die Kelten vor über 2.000 Jahren zum Ende des Sommers ein Fest. Damals hieß es noch „Samhain“. Bei den Kelten war der 31. Oktober immer der letzte Tag im Jahr. Der Kalender war damals noch anders als bei uns heute. Es gab auch nur zwei anstatt vier Jahreszeiten, nämlich den Sommer und den Winter. Der Sommer wurde an diesem Festtag mit einem großen Feuer verabschiedet und der Winter eingeläutet und begrüßt. Die Menschen haben sich damals bei ihrem Sonnengott (Name „Samhain“) für die warme Jahreszeit und die daraus resultierende „gute“ Ernte bedankt. Gleichzeitig wurde an diesem Tag an die Seelen der Verstorbenen gedacht. Zu Beginn der dunklen Winterzeit wurde dann der Sonnengott von dem keltischen Gott der Toten abgelöst. In der Nacht zum 31. Oktober sollten dann die Seelen der Verstorbenen als Geister wieder auf die Erde zurück kommen, um in ihre Häuser zurück zu kehren. Aber was passierte mit den Geistern und heimatlosen Seelen die trotz des großen Feuers, welches entfacht wurde, den Weg nicht fanden und verzweifelt umherirrten? Es war nichts Gutes von ihnen zu erwarten. Sie spukten durch die Nacht, erschreckten friedliche Menschen und trieben ein böses Unwesen mit ihnen.

Jahrhunderte später, ca. 800 Jahre nach Chr., ernannte der Papst den Tag nach dem 31. Oktober, also der 1. November zu einem Feiertag – Allerheiligen. An diesem Tag wurde an den christlichen Märtyrer erinnert. Somit wurde im Laufe der Jahre aus dem Samhain-Fest, das Fest am Vorabend zu Allerheiligen „All Hallows Evening“ oder abgekürzt „Hallows E’en“. Inzwischen sprechen wir von Halloween.

Obwohl das Samhain-Fest schon sooooo lange her ist, verkleiden unsere Kinder sich heute noch als Hexen, Gespenster, Spinnen, Fledermäuse, Vampire usw. Wer weiß ob die Kelten im alten England nicht doch recht hatten.

Der Brauch: Süßes oder Saures (Trick or Treat):

Das umherziehen der Kinder von Haus zu Haus ist mittlerweile nicht nur in Nordamerika sehr beliebt, sondern seit den 90er Jahren auch in Deutschland. Wörtlich bedeutet es Streich oder Belohnung. An Halloween ziehen die Kidis schaurig und gruselig verkleidet umher und bitten um Süßigkeiten. Ist der Nachbar ein Halloween-Muffel, so bekommt er saures und meist einen „Ekelscherz“ zu spüren. Die meisten Deutschen stellen jedoch Süßigkeiten für die Kinder bereit und freuen sich, wenn es am 31. Oktober an ihrer Haustüre klingelt. Neben diesem Brauch werden ebenso auch zahlreiche Kinderpartys in Schulen oder in den Kindergärten gefeiert. Meist wird ein Raum dunkel und gruselig dekoriert, welcher an eine Hexenküche erinnern soll.

Wusstet ihr?

Durch Halloween verdienen die US-amerikanischen Einzelhändler schätzungsweise etwa sieben Milliarden Dollar – allein davon schon zwei Milliarden durch den Verkauf von Süßem. Auch in Europa gewinnt Halloween an wirtschaftlicher Bedeutung. Der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie schätzt den Umsatz in der Herbst- und Halloweenzeit auf etwa 140 Millionen Euro.

Feiert Ihr Kind/Ihre Kinder Halloween in der Schule oder im Kindergarten? Oder zieht Ihr Kind/Ihre Kinder ausschließlich zur „Süßes- oder Saures-Tour“ mit Freunden los?