Rückenschmerzen – selbst Kinder bleiben nicht verschont

„Du Zappelphilipp, jetzt bleib doch mal still sitzen!“ – mal ehrlich, wer hat diesen Satz nicht schon einmal selbst gehört oder gesagt? Dabei gibt es nichts Schlimmeres für Kinder, als den ganzen Vormittag still und starr auf einem Stuhl zu sitzen. Die Folgen liegen auf der Hand: die Muskeln werden geschwächt, der Haltungsapparat fällt in sich zusammen, die Konzentration sinkt. Und am Ende des Tages sind Rückenschmerzen das Resultat. Schließlich ist es erwiesen, dass zu langes Sitzen – und dann auch noch in der falschen Position – ebenso zu Rückenschmerzen führt, wie Bewegungsmangel und eine zu schwere Schultasche.

Ranzen falsch drauf – Stuhl falsch drunter

Die meisten Rückenschmerzen entwickeln sich in der Kindheit, wie Klaus Buckup schon vor 13 Jahren in seinem Buch Kinderorthopädie geschrieben hat. Es reicht heute nicht aus, die Schmerzen ausschließlich auf die mangelnde Bewegung der Generation Computerspiele zu schieben. Dennoch ist die Stubenhockerei ein großer Risikofaktor. Zu wenig Bewegung in Verbindung mit einem zu schweren oder falsch getragenen Schulranzen und schlechten Sitzmöbeln – das ist der gefährliche Cocktail, dem viele Kinder ausgeliefert sind. Wer dann auch noch Übergewicht mit sich herumschleppt – im wahrsten Sinne des Wortes – bei dem sind die Probleme mit dem Kreuz in der Tat vorprogrammiert. Die Folgen, die heute schon erschreckend sind: Immer weniger Kinder können auf einem Bein hüpfen, geschweige denn rückwärts laufen. Dabei handelt es sich um motorische Defizite, die sicherlich nicht mit der Spielekonsole wegzudatteln sind. Aber mit einigen einfachen Tipps und Tricks, mit den richtigen Schreibtischmöbeln und Ihrer Hilfe.

Rückenschmerzen bei Ihren Kindern? So beugen Sie vor:

    • Schultaschen immer beidseitig tragen – und dem Kind zu Hause beim Ausmisten und Aufsetzen helfen.
    • Nehmen Sie alle empfohlenen Untersuchungen beim Kinderarzt wahr.
    • Lassen Sie Ihren Kindern Freizeit und packen Sie nicht jede freie Minute mit Terminen und Vereinstreffen voll.  Rückenschmerzen können auf von Stress kommen.
    • Erlauben Sie Ihrem Kind dynamisches Sitzen: Schneidersitz auf dem Stuhl, ein Bein hochnehmen, anlehnen, vorbeugen – alles besser, als starr dazusitzen.
    • Statten Sie Ihr Kind mit ergonomischen Sitzmöbeln aus, beispielsweise mit dem Kinderdrehstuhl Maximo von moll, der die körperliche Unruhe fördert, Bewegung zulässt und nicht blockiert.
    • Achten Sie auf eine gesunde Ernährung: Beugen Sie Übergewicht bei Ihren Kindern vor und bieten Sie zwischendurch gesunde Snacks statt Schokolade an.
    • Bewegung, Bewegung, Bewegung! Wie? Das lesen Sie in den folgenden Tipps …

Wie Sie Stubenhocker in Bewegung kriegen:

  • Bei schlechtem Wetter – denn das sollte wirklich keine Ausrede für faules Rumhängen sein – Indoor-Spielplätze aufsuchen.
  • Auto stehen lassen: Seien Sie das beste Vorbild und legen Sie kürzere Strecken mit dem Rad oder zu Fuß zurück.
  • Wasserratten: Viele Kinder lieben das kühle Nass. Wie wär’s mit einem Ausflug ins Schwimmbad oder an einen See?

Quellen:

1. Elternratgeber.de

2. Welt.de

3. Eltern.de