Internet & Computer: Copyright Basiswissen

Laptop, Lernen, Freude

Im Internet surfen, eigene Accounts auf Social Media Plattformen wie Facebook, Instagram oder Pinterest zu haben, zählt für viele Kids zur selbstverständlichen Freizeitbeschäftigung. Sie sind damit aufgewachsen, dass im Internet „alles zur Verfügung steht“ und haben die Vorstellung, dass man auch alles nach Lust und Laune nutzen kann. So werden Texte, Musik, Videos und Bilder im Internet veröffentlicht, geteilt, weiter gepostet – erst wenn eine Abmahnung ins Haus flattert, ist der Schreck groß.

Wer dies vermeiden und sich überhaupt fair verhalten will, schließt rechtzeitig die Wissenslücken – denn kostenlos im Netz heißt nicht zwangsläufig frei verwendbar!

Was und wer ist durch Urheberrecht/Copyright geschützt?

Rechtlich geschützte Werke sind zum Beispiel Sprachwerke, Computerprogramme, Musikstücke, Videos, Kunstwerke und technische Darstellungen, die eine bestimmte so genannte „Schöpfungshöhe aufweisen“. Ein einzelner Akkord ist zum Beispiel nicht geschützt, ein ganzes Lied hingegen schon. Bei Fotografien ist keine Schöpfungshöhe erforderlich. Auch einfache „Knipsbilder“ genießen als verwandte Schutzrechte Schutz. Das deutsche Urheberrecht ist darauf ausgelegt, vor allem den Schöpfer eines geistigen Werkes (natürliche Person) zu schützen. Der Begriff „Copyright“ weist auf ein Nutzungsrecht hin, das auch einem Dritten, der nicht selbst Urheber ist, z.B. einem Verlag, zustehen kann.

Doch lange bevor Juristen bemüht werden müssen, hilft gesunder Menschenverstand und ein fairer Umgang mit fremden Inhalten weiter: Wer Texte, Bilder etc. von anderen verwendet, sollte möglichst schriftlich um Erlaubnis fragen – beim Urheber und/oder Rechteinhaber.

Grundsätzlich dürfen Werke verbreitet werden, deren urheberrechtlicher Schutz erloschen ist, weil der Schöpfer mehr als 70 Jahre tot ist. Ebenfalls erlaubt ist das Verlinken zu fremden Inhalten, sofern es sich nur um einen Link – keine Einbindung fremder Inhalte – handelt. Darüber hinaus gelten je nach Art des Werks unterschiedliche Einschränkungen für die Verwendung, über die wir in unserem nächsten Beitrag zum Thema berichten werden.