Kinder gezielt fördern

Förderung, mitwachsender Schreibtisch

Gerade in den ersten Lebensjahren ist die Entwicklung von Kindern rasant. Es scheint, als ob das Kind, das gestern erst krabbeln gelernt hat, heute schon auf dem Dreirad fährt. Die Schnelligkeit, mit denen Kinder groß und selbständig werden, ist beeindruckend. Manchmal geht es in einigen Lebensbereichen so schnell, dass man sie insgesamt schon für „groß“ hält. Dies kann jedoch auch dazu führen, das Kindern mehr abverlangt wird, als sie tatsächlich bewältigen können …

Fördern ist gut, überfordern nicht – darauf sollten Eltern achten:

Werden Kinder zu etwas gedrängt, was sie nicht machen möchten oder wozu sie noch gar nicht in der Lage sind, erzielt man oft das Gegenteil: Das Kind fühlt sich überfordert und verliert gerade an dem, was es tun soll, das Interesse. Kinder zu einer Sportart oder zum Lernen eines Instrumentes zu „zwingen“, führt demnach selten in die gewünschte Richtung.

Erfolgreich fördern bedeutet daher vor allem, Kinder beim dem zu unterstützen, was sie gerne und mit Spaß machen und wo ihre Talente liegen. Darüber hinaus bedeutet es auch, ihnen die Chance zu geben, unterschiedlichste Erfahrungen zu machen und sich dabei selbst zu entdecken. Auch ein kleiner Motivationsschub in Richtung „bei der Stange bleiben“ ist nützlich – schließlich ist ein bestimmter Umfang an Erfahrungen Voraussetzung dafür, sich für oder gegen etwas entscheiden zu können. Aus der kleinen Motivation sollte jedoch kein großes „du musst“ werden – viele Kinder haben für ihre Präferenzen ein klares Gefühl. Sind diese entdeckt und werden Kinder bei ihren Lieblingsthemen unterstützt, lernen sie in diesen Bereichen besonders schnell.

Dabei ist natürlich Flexibilität und gute Beobachtung gefragt, denn mit jedem Entwicklungsschritt kristallisieren sich immer wieder neue Interessen oder Desinteressen heraus. Und zwischen einer tagesaktuellen Laune „ich will nicht zum Eislaufen“ oder einem grundsätzlichen „ich will nicht Eislaufen“ zu unterscheiden, ist oft nicht so einfach …

Einige Tipps:

  • Ihr Kind gibt die Richtung vor: Gestalten Sie Förderungen spielerisch und passen Sie sich dem Tempo Ihres Kindes an, denn nicht jedes Kind ist gleich wissbegierig.
  • Lassen Sie Ihr Kind ein Kind sein: Vermeiden Sie unnötigen Freizeitstress und springen Sie nicht von einem Kurs zum nächsten. Ihr Kind sollte die Freizeit selbst kreativ gestalten können und die Möglichkeit haben, Vorlieben zu entwickeln.
  • Keine verbale Überförderung: Vermeiden Sie Äußerungen mit denen Sie Ihrem Kind das Gefühl geben, es wäre nicht gut genug. Z.B. „Das solltest Du jetzt aber schon längst können“ oder „nimm Dir mal ein Beispiel an der …“. Motivieren Sie Ihr Kind und freuen Sie sich mit ihm, wenn ihm etwas gelingt.

Loben schafft Selbstbewusstsein

Um das Selbstbewusstsein der Kinder zu fördern, ist Lob besonders wichtig. Auch bekommen Kinder dadurch Mut, um weitere Experimente und Erfahrungen zu machen. Wichtige Faktoren hierbei sind beispielsweise Gesten und Mimik – ein freundliches und lachendes Gesicht zeigt Zustimmung und Freude.

Haben Sie das Gefühl Ihr Kind ist manchmal überfordert und Sie wissen nicht wie Sie damit umgehen sollen? Dann haben wir ein Buch-Tipp für Sie: “Wenn Kinder übferfordert sind” (von Georgia Witkin)

Lesen Sie auch noch einen weiteren Bericht zum Thema „Überforderung“ auf Gesundes Lernen.