Bewegungsförderung: Mehr als einfach Sport machen

Sich zu bewegen ist mehr, als hin und wieder Sport zu machen – denn damit gemeint ist, Bewegung im alltäglichen Leben fest zu verankern: je früher, desto besser. Bewegungsförderung zählt daher zu den unverzichtbaren Bestandteilen der Kindererziehung. Die Förderung der motorischen Fähigkeiten im frühen Kindesalter hat eine enorm wichtige Bedeutung, die weit über die körperliche Gesundheit hinausreicht. Sie betrifft die Gesamtentwicklung – emotional, geistig und in sozialer Hinsicht. Zudem macht Bewegung selbstbewusst, selbstständig und verhindert überflüssige Pfunde. Eltern tun daher gut daran, ihren Kindern vielfältige Möglichkeiten und Anregungen für Bewegung zu geben.

Ziele, Tipps und Ideen für die Bewegungsförderung

  • Gesundheitliche Aspekte: Bewegungsmangel durch altersgerechte Wachstums- und Entwicklungsreize ausgleichen – vom Toben in der Natur, bis zu einer Runde fangen spielen …
  • Motorische Aspekte: Wenn Ihre Kinder vielfältige Bewegungserfahrungen sammeln, können sie ihre motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten erweitern. Das gelingt beispielsweise durch balancieren auf einer Mauer, Bälle treiben, Dosen werfen, Seilhüpfen oder Spielen mit Schwungtüchern. Aktivitäten, um die feinmotorische Fertigkeiten zu verbessern, zählen auch dazu. Dies kann Handwerkliches wie Schneiden und Sägen sein, oder Kreatives wie Basteln und Malen mit unterschiedlichsten Pinseln und Stiften.
  • Soziale Aspekte: Bewegungsspiele wie z.B. der Kartoffellauf oder Ballhüpfen fördern die Möglichkeit der sozialen Verhaltensweisen. Dazu gehört beispielsweise die Anpassung an einen Partner, Kooperation und das Respektieren von Regeln.

 

Zeit und Raum für Körpererlebnisse

 

Kinder brauchen genügend Zeit und Raum, um ihren natürlichen Bewegungsdrang auszuleben bzw. nachzukommen. Leider machen verkehrsreiche Straßen und begrenzte Wohnverhältnisse das Toben und Spielen im Freien und auch zu Hause nicht immer leicht.

Zeigen Sie Ihren Kids Spiele, die dem Wohnumfeld gerecht werden. Auch in einer kleinen Wohnung ist Platz für eine Matratze zum Toben und mit Softbällen kann man auch zu Hause spielen.
Auf dem Bürgersteig vor der Haustür oder im Innenhof sind Kreidespiele zum Hüpfen und Springen ideal. Eine weitere Alternative wären „tierische“ Bewegungsspiele für die Kids, z. B. Flattern wie ein Vogel, Stampfen wie ein Elefant oder Hüpfen wie ein Frosch. Einer macht es vor – die anderen ahmen nach. Schließlich stärken diese Aktivitäten nicht nur die motorischen Fähigkeiten, sondern steigern auch Lebensfreude und Wohlbefinden.

Weitere  Bewegungsspiele und Infos zur Bewegungsförderung für Kinder finden Sie hier und hier.