eBooks für Kinder sinnvoll – JA/NEIN?

Schreibtisch, Haltung, Ergonomie

eBooks für Kinder – ein heiß begehrtes Thema…

„Lesen ist für den Geist das, was Gymnastik für den Körper ist“, sagt Joseph Addison (1672-1719), engl. Schriftsteller.

Oft stellen wir uns die Frage: Sind elektronische Geräte für Kinder zum Lesen sinnvoll? In erster Linie geht es doch darum, dass Kinder überhaupt lesen – egal wie und wo. Deshalb ist es völlig egal ob in einem Print-Buch oder in einem eBook. Allerdings: Leseanfänger & Erstklässler lesen meist mit dem Zeigefinger in der Zeile. Buchstabe für Buchstabe wird mit einem konzentrierten Blick zusammen gesetzt. Der Zeigefinger in der Zeile hilft ihnen dabei, die Buchstaben und Silben als Worte zusammenzufügen. In diesem Fall sind Lesegeräte mit Touchscreen eher schlechter geeignet. Andererseits: Lässt sich bei eBooks die Schriftgröße individuell einstellen. Bei Kindern wird sehr oft beobachtet, dass sie ein Buch weglegen, nur weil ihnen die Schrift zu klein erscheint und eine kleine Schrift für sie wie eine unüberwindbare Hürde ist.

Unserer Meinung nach ist ein eBook auch für Kinder eine tolle Sache, aber nichts desto trotz, das eBook ersetzt ein herkömmliches Bilderbuch nicht. Ein Print-Bilderbuch kann ein Kind anfassen, bekritzeln, zu sich reißen oder auch mal fallen lassen. Stellen wir uns doch nur einmal vor, wenn das Kind Schokolade oder einen Joghurt gegessen hat, sich anschließend nicht die Hände wäscht und dann das Tablet in die Hand nimmt…Wie sieht dann wohl das Tablet in kürzester Zeit aus?

Allerdings denken wir, dass einem Drittklässler, wenn es den Herzenswunsch hat mit einem eBook zu lesen, Eltern diesen bedenkenlos erfüllen können – Hauptsache das Kind liest. Drittklässlern könne man zutrauen mit solch einem technischen Gerät sorgfältig umzugehen, bei Leseanfängern wären wir eher etwas vorsichtig. Zudem lieben Kinder Serien zum Lesen. Die JIM-Studie zeigt, dass 54 % der Mädels und 34 % der Jungs mehrmals in der Woche in einem Buch schmökern. Bücher sammeln sich somit im Bücherregal und verstauben bis die Kinder irgendwann aus dem Alter herausgewachsen sind und  die Büchersammlung nicht mehr im Kinderzimmer benötigen. Bis dahin wird aber fleißig gesammelt. Ein eBook sollte unserer Meinung nach die Print-Bücher nicht ersetzen, sondern als Ergänzung dienen, da sie Platz im Bücherregal schaffen und zugleich den Lesebedarf der Kinder stillen. Weiterer Vorteile sind, dass eBooks meist günstiger sind als Print-Bücher und auch den Drang nach technischen Geräten bei Jugendlichen etwas stillen.