Vier Augen sehen mehr als zwei

Augen, sehen

Augen: Tipps für Eltern zur Erkennung und Vorbeugung von Sehschwächen bei Kindern

Von Kurz- oder Weitsichtigkeit sind nicht nur Erwachsene betroffen – Sehschwächen sind bei Kindern jedoch nicht leicht zu erkennen. Fachärzte für Augenheilkunde führen z.B. die Entwicklung einer Kurzsichtigkeit u.a. auch auf die Zunahme an Naharbeit an Schreibtisch und Computer zurück, bei der die Augen besonderer Beanspruchung ausgesetzt sind. Tipps für die Erkennung von Sehschwächen bei Kindern und prophylaktischen Maßnahmen geben Dr. med. Karoline Vanselow, Karlsruhe, und die Experten von moll, die sich seit über 35 Jahren mit der Schaffung von ergonomisch optimalen Bedingungen rund um den Platz für das Lernen befassen:

Nervenverbindungen für richtiges Sehen entwickeln sich bis zum 7. Lebensjahr. Wer „von vornherein“ nicht richtig sieht, kennt es nicht anders, wer die üblichen Entwicklungsschritte nicht kennt, kann die abweichenden kaum einschätzen. Wenn Rücken oder Kopfschmerzen auftreten, sagen es die Kinder. Nicht richtig sehen, tut erstmal nicht weh, also sagen sie es nicht – auch wenn die Dinge zusammenhängen können.

Eltern sind insofern gefordert, ihren Blick zu schärfen. „Neben den gesetzlich empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen, die oft zu weit auseinander liegen, sind Beobachtung, Tests und ein Check der Umfeldbedingungen angebracht“, empfiehlt die Fachärztin, um rechtzeitig korrigieren und prophylaktisch wirken zu können.

Aber auch Unlust zu Feinarbeiten, schnelles Ermüden beim Malen, Lesen oder Schreiben, häufiges Verrutschen in der Zeile oder ein unsicheres Schriftbild, kann auf Sehschwächen hinweisen. Ebenso kann Lichtempfindlichkeit oder Unsicherheit beim Ballfangen ein Signal hierfür sein.

Zu den prophylaktischen Maßnahmen zählen die Themen Einstellung und Haltung. So empfehlen die Experten von moll, den „Platz für die Naharbeit“ auf ergonomische Praxistauglichkeit hin zu überprüfen: Neben der Einstellung des Tisches auf die exakte Körpergröße des Kindes, sollte der Schreibtisch eine schrägstellbare Platte haben, die für den richtigen Blickwinkel sorgt und entspanntes Arbeiten in aufrechter Haltung ermöglicht. Die Kombination aus Tageslicht, möglichst im rechten Winkel auf den Schreibtisch einfallend, und einer Schreibtischlampe für dunklere Stunden sorgen für die richtige Beleuchtung. Wird die Schreibtischlampe, wie die Mobilight oder Flexlight von moll direkt an die Schreibtischplatte montiert, folgt der Lichtkegel der Arbeit – auch wenn die Tischplatte schräg gestellt wird.

Zum Thema Einstellung und Haltung zählt jedoch Einiges mehr: Die Einstellung des Mobiliars kann nur dann optimal sein, wenn sie regelmäßig kontrolliert wird und jedem Wachstumsschub (ca. alle 5 cm) folgt. Zu einer gesunden Haltung zählt auch, bei konzentrierter Naharbeit nicht in eine Haltungsstarre zu verfallen. Den Blick hin- und wieder vom Schreibtisch zu heben und in die Ferne schweifen zu lassen, entspannt die Augen, „Klimpern“ bringt Feuchtigkeit, Bewegungspausen zwischen längerem Sitzen fördern die Konzentration.