Was fördert und was stört die Konzentration eines Kindes?

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Konzentration ist wichtig!!!

Das fördert die Konzentration Ihres Kindes:

Ein ruhiger Lernplatz im Kinderzimmer: Ein Kind braucht einen Raum und einen eigenen Lernplatz wo es sich wohlfühlt. Wohlfühlen tut sich ein Kind am Lernplatz dann, wenn es in die Kaufentscheidung mit einbezogen wird und der Schreibtisch und der Stuhl passt d.h. der Schreibtisch und der Stuhl müssen mitwachsen. Warum mitwachsen? Wenn die Lernmöbel nicht an die Körperproportionen des Kindes angepasst werden können und der Stuhl z.B. zu hoch oder zu tief für das Kind ist, fühlt es sich nicht wohl. Zu dem ist ein Lernplatz, welcher nicht ergonomisch ist, absolut schädlich für den Kinderrücken. Lernmöbel müssen passen wie Schuhe, nur dann können langfristige Haltungsschäden vermieden werden. Der Lernplatz sollte in Fensternähe stehen, sodass natürliches Licht einfallen und der Blick auch mal in die Ferne abschweifen kann. Geschwister sollten sich während der Hausaufgaben- und Lernzeit nicht im Kinderzimmer aufhalten.

Klare Regeln und Rituale die einzuhalten sind: Ein klar strukturierter Tagesablauf hilft Ihrem Kind sich an Aufgaben und Pflichten zu gewöhnen und dient der Orientierung was zu tun ist. Beispielsweise gibt es nach dem Mittagessen täglich 20 Minuten Pause zum Spielen und Bewegen und dann ab an die Hausaufgaben – ohne ewige Diskussionen und Trödeleien.

Ordnung muss sein: Ein aufgeräumter Schreibtisch hilft Ablenkungen zu vermeiden und sich auf die Hausaufgaben zu konzentrieren. Materialien die hierfür benötigt werden, sollten griffbereit sein, der Rest wird ggf. in einem Container oder in einer Schublade unter dem Schreibtisch verstaut. Um Lernstress zu vermeiden, können Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Lernpläne erstellen. So behalten Sie und Ihr Kind den Überblick.

Kinder benötigen Erklärungen um zu verstehen: Ein Kind sollte wissen, dass Konzentration bedeutet, nicht mehrere Dinge gleichzeitig zu tun, weil sonst das Ergebnis darunter leidet.

Seien Sie aufmerksam: Ihr Kind möchte sehen, dass Sie Interesse an der Leistung haben. Schauen Sie zwischendurch im Kinderzimmer vorbei und fragen Sie ob alles klappt oder Hilfe benötigt wird. Unterstützen Sie dann Ihr Kind so gut es geht. Loben Sie Ihr Kind wenn etwas gelingt.

Bewegung – körperliche Aktivität stärkt die Konzentration – Bewegung macht schlau: Wenn 40 Prozent des Energiepotenzials in Bewegung umgesetzt wird, kann das Gehirn mit 25 Prozent mehr Blut versorgt werden. Außerdem bewirkt Bewegung, dass Nervenzellen neu verschaltet und besser miteinander vernetzt werden. Vereinbaren Sie Lernpausen, sodass sich Ihr Kind kurz bewegen kann. Oder wie wär’s mit kleinen Übungen die Sie gemeinsam zwischendurch am Schreibtisch durchführen können. Übungen dazu finden Sie hier.

Das stört die Konzentration und die Aufmerksamkeit Ihres Kindes:

Schlafmangel: Da der Kinderkörper in der Wachstumsphase besonders beansprucht wird, benötigen Kinder täglich mindestens neun bis zehn Stunden Schlaf. Zwischen 06.30 Uhr und 07.00 Uhr erreicht die Energiekurve eines Kindes den Tiefpunkt. Ist das vielleicht ein  Argument für einen späteren Unterrichtsbeginn?

Reizüberflutung: Das Gehirn schaltet ab, wenn es gleichzeitig zu viele Eindrücke empfängt und verarbeiten muss. Fernseher schauen und Computer zocken überlagern den Lernstoff und lassen das Gelernte schneller vergessen.

Überforderung/Konzentration: Ein sechsjähriges Kind kann sich etwa 15 Minuten, ein Kind mit neun Jahren etwa 20 Minuten und ein 12-jähriges Kind sogar etwa 30 Minuten lang konzentrieren. Anschließend benötigen Kinder eine Pause von fünf Minuten zur Erholung. Nach zwei oder drei kurzen Pausen, ist eine längere Entspannungsphase nötig. Das Kind sollte am besten ins Freie gehen und das Zimmer gut durchlüften.

Unterforderung: Unterforderung schadet dem Gehirn genauso wie Überforderung.

Gesunde Ernährung: Ob Lebensmittelzusatzstoffe bei Kindern Hyperaktivität auslösen ist wissenschaftlich noch nicht bewiesen. Jedoch zeigt eine englische Studie, dass die Konzentration steigt, wenn Kinder frische, unverarbeitete Lebensmittel essen und Wasser anstatt Cola und Limo trinken. Deshalb sollten Kinder „clever“ trinken und vor allem auch ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.