Konzentrationsübungen für Kinder sind wichtig

gemeinsame Tätigkeiten, Bewegung

Spätestens wenn ein Kind eingeschult wird sollte es sich konzentrieren können. Konzentration ist nicht angeboren sondern muss trainiert werden. Schon beim Spielen im Kindergarten spielt die Konzentration ebenso eine wichtige Rolle und sollte deshalb auch so früh wie möglich trainiert werden. Um eine Aufgabe erfüllen zu können, darf sich ein Kind nicht so schnell ablenken lassen, es sollte versuchen an einer Sache dran zu bleiben und die Sache zu Ende zu bringen.

Aber wie trainieren und fördern Sie die Konzentration Ihres Kindes richtig?

Nicht indem Sie zu Ihrem Kind sagen:“Komm lass uns deine Konzentrationsfähigkeit trainieren“. Das funktioniert so keinesfalls. Konzentrationsübungen können völlig unterbewusst in den Alltag eines Kindes integriert werden, wie beispielsweise beim gemeinsamen Einkauf oder auch während eines Spaziergangs. Dabei gibt es nämlich für Kinder viel zu entdecken.

Konzentration wird über die Sinne gesteuert. Konzentrieren Sie sich doch mal beim gemeinsamen Spaziergang mit Ihrem Kind auf den Hörsinn. Welche Tiere sind zu hören? Sind singende Vögel zu hören? Welche Geräusche können sonst noch wahrgenommen werden? Ist das Motorengeräusch ein Auto, Traktor, Flugzeug, Motorrad oder doch ein Lastwagen? Sie werden überrascht sein, wie schnell Ihr Kind durch etwas Training die Geräusche wahrnehmen kann.

Die Konzentrationsförderung funktioniert aber nicht nur über den Hörsinn, sondern auch über das Auge, den Sehsinn. Wer entdeckt zuerst ein Tier? Wer sieht zuerst ein grünes Auto? Wer sieht zuerst ein Kind in einer roten Jacke? Ebenso funktioniert das auch mit Zeichen der Natur z.B. erste Blümchen oder Knospen. Ihr Kind wird sich darauf konzentrieren, als erstes die Dinge zu entdecken, nach denen es suchen soll.

Das gemeinsame Frühstück, Mittagessen oder Abendbrot kann auch genutzt werden um die Konzentration zu trainieren. Ihr Kind schließt die Augen, Sie stellen das Essen auf den Tisch und lassen das Kind probieren. Nun errät es mit geschlossenen Augen, was es nun zum Essen gibt. Etwas schwerer ist die Aufgabe durch Wahrnehmung über den Geruchssinn. Ihr Kind soll riechen ohne gesehen zu haben was es heute zum Essen gibt.

Zusätzlich zu den Konzentrationsübungen im Alltag, eignen sich unterschiedlichste spielerische Übungen:

Geschicklichkeitsspiele: Kartenhäuschen bauen, Jenga oder Mikado spielen. Siegen kann hier nur, wer geduldig ist. Hier wird sogar der Tastsinn auch noch mit angesprochen.

Entspannungsübungen: Bereits schon für Vierjährige ist autogenes Training geeignet. Auch spezielle Yoga-Übungen, Tai Chi oder Qi Gong helfen Kindern, zur Ruhe zu kommen. Das Ausmalen von Mandalas wirkt auf Kinder ebenfalls entspannend und fördert zusätzlich die Konzentration.

Knobelspiele: Puzzles, Such- und Vergleichsbilder, Bilderrätsel, Zahlenrätsel z.B. auch einfaches Kindersudoku zeigen den Ehrgeiz Ihres Kindes.

Musikrätsel: Kuscheln oder verkriechen Sie sich mit Ihrem Kind in eine ruhige Ecke und hören Sie sich gemeinsam ein Musikstück an. Im Anschluss erzählen Sie sich gegenseitig, woran sie bei der Musik gedacht haben z.B. an das rauschende Meer im letzten Urlaub,…Erkennt Ihr Kind sogar die Instrumente in diesem Musikstück? Fragen Sie doch mal danach ggf. können Sie sich gegenseitig etwas helfen.

Memory: Hierbei muss das Bild auf einer Karte und die Lage der Karte über eine längere Zeit gemerkt werden. Macht super viel Spaß. Kinder lieben Memory-Spiele. Und für Erwachsene auch super interessant. Oft gewinnen hier sogar die Kinder… 🙂

Kennen Sie noch weitere Spiele, mit denen Sie die Konzentrationsfähigkeit Ihres Kindes fördern? Verraten Sie es den anderen Lesern hier auf „Gesundes Lernen“.