Schluss mit Mobbing

Schüler, von der Gruppe ausgeschlossen

Mobbing ist feige, fies und gemein und sollte dort bekämpft werden wo es auch passiert – häufig in den Schulen. Für Lehrer- und Lehrerinnen ist  Mobbing eine große Herausforderung, denn ausgebildet werden sie für Mobbing-Situationen nicht.

Mobbing schadet nicht nur denjenigen die gemobbt werden, sondern auch denen die dabei zuschauen und den Mobbern selbst. Der erste Schritt ist reden und aktiv werden, weil von alleine, durch schweigen und abwarten hört Mobbing nicht auf.

Wann können wir von Mobbing sprechen?

Es wird von Mobbing gesprochen, wenn eine Person über einen längeren Zeitraum von einer anderen oder von mehreren anderen Personen getriezt  und schikaniert wird. Hierzu zählen nicht das einmalige ärgern, schubsen oder ausschließen. Gemobbt ist dann, wenn Gemeinheiten kontinuierlich und systematisch abgezielt auf eine Person passieren.

Mobbing ist schlimm und kann auf Dauer sogar krank machen!

Der Gemobbte hat täglich Angst vor neuen Übergriffen und Attacken. Solche Kinder stehen unter Dauerstress, leiden unter Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen oder Bauchschmerzen. Das Selbstbewusstsein und das eigene Selbstvertrauen gehen verloren. Im allerschlimmsten Fall können Mobbing-Opfer auf längere Zeit depressiv werden. Ein Kind welches in der Schulzeit gemobbt wurde, hat häufig als Erwachsener noch damit zu kämpfen. Sie haben Schwierigkeiten anderen Menschen zu vertrauen, offen zu sein und eine Beziehung zu anderen Menschen aufzubauen.

Woran ist Mobbing zu erkennen?

Bei einem Streit oder einem Konflikt stehen zwei gleich starke Personen gegenüber und versuchen das Problem zu lösen. Bei Mobbing herrscht ein Ungleichgewicht. Das Mobbing-Opfer steht alleine mehreren anderen Personen gegenüber. Das Opfer hat keine Chance, sich aus dieser unangenehmen Situation allein zu befreien.

Wie und vor allem wer wird gemobbt?

Mobbing passiert auf verschiedenste Art und Weise, es können körperliche Angriffe wie anrempeln, schubsen, verprügeln, Bein stellen etc. sein aber auch seelische und verbale Angriffe wie ausgrenzen, Lügen verbreiten, jemand lächerlich machen und bloßstellen. In manchen Fällen werden dem Mobbing-Opfer sogar Dinge wie das Handy, Sportsachen,… weggenommen oder sogar zerstört. Die neueste Form des Mobbings sind Kampagnen im Netz. Hierbei werden Bilder und Videos hochgeladen aber auch Gerüchte über das Opfer verbreitet.

Typische Mobbing-Opfer gibt es nicht. Allerdings werden häufig Personen ausgesucht, die anders als die Mobber selbst und weniger selbstbewusst sind. Faktoren wie der Kleidungsstil, die Lieblingsmusik, die Figur (dick, dünn) können hier mit einfließen.

Welche Kinder mobben?

Häufig sind es Kinder, die Gruppen einschätzen können und genau wissen, welches Kind für was bereit ist.  Gemobbt wird, weil den Mobbern langweilig ist, weil sie gerne andere quälen oder hoffen ihre eigene Ängste und eigenen Ärger dadurch abbauen zu können. In den Mobber-Gruppen gibt es meist einen „Anführer“ und zwei, drei, vier andere Personen die mitziehen.

Aber wer kann einem Kind helfen wenn es gemobbt wird?

Wenn von den Klassenkameraden oder Klassenkameradinnen keiner eingreift werden Erwachsene zur Beendigung benötigt. Jedes Kind hat das Recht, gewaltfrei eine Schule zu besuchen und zu lernen. Hierfür müssen Lehrer- und Lehrerinnen sorgen.

Und wer kann Mobbing letztlich beenden?

Mobbing kann erst beendet werden, wenn es von Außenstehenden erkannt wird, der Gemobbte sich Hilfe bei Erwachsenen (Eltern, Großeltern, Tante, Onkel, Lehrer,…) oder Neutralen-Mitschülern sucht. Unbeteiligte Mitschüler können hier sehr gut eingreifen indem sie es nicht dulden, dass ein Schüler ihrer Klasse Mobbing-Opfer ist. Deshalb sind die „unbeteiligten“ Mitschüler, sehr wohl an Mobbing beteiligt, sie sollten keinesfalls wegschauen, sondern eingreifen, helfen, selbstbewusst und offen die Mobber auf ihr Verhalten ansprechen.

 Kennen Sie jemand der bereits Mobbing-Opfer war/ist? Wie sind Sie damit umgegangen?