Von meinem Papa und gemeinsam mit meinem Papa kann ich ganz viel Lernen…

See, Wasser, Sommer, fischen

Im Grundschulunterricht sind Männer meist Mangelware. Zuhause können die Herren dann aber wiederrum ein paar Ausgleichstreffer landen. Zahlreiche Studien von Bildungsforschern belegen, dass Kinder von Männern andere Dinge lernen als von Frauen. Vor allem brauchen Jungs männliche Vorbilder. 86 % der deutschen Lehrkräfte an Grundschulen sind Frauen. Die wenigen Männer, die es an den Grundschulen gibt, streben häufig eine Schulleitungsposition an d.h.  tatsächlich unterrichtet dann ein noch geringerer Anteil an Männern. Aber es gibt ja „Gott sei Dank“ noch die Väter. Sie nehmen eine besondere und auch wichtige Rolle in einem Kinderleben ein. Großartige Dinge können Kinder von ihren Vätern lernen, sie sind einfach unschlagbar. Väter haben ein gutes Händchen ihre Kinder zu motivieren, sie zu etwas zu ermutigen, sie machen Kinder stark.

Im Folgenden haben wir Lernsituationen gesammelt für Freizeit und Schule, bei diesen Väter spielend in der Bildung ihrer Kinder mitmischen können:

  • Laufen auf den Händen
  • Weidenruten schnitzen
  • Lagerfeuerchen machen
  • Bus oder Zugfahren (mit oder ohne Ziel…)
  • Am Auto basteln, schrauben,…
  • Müllverbrennungsanlagen, Flughäfen, Polizei oder Feuerwehr besichtigen
  • Fußballspiele im Stadion gemeinsam anschauen
  • Kletterkurse belegen oder ein Besuch in einer Kletterhalle oder in einem Kletterwald
  • Experimentieren und ausprobieren
  • Vater-Sohn-Wochenende oder Vater-Tochter-Wochenende
  • Zelten in freier Natur
  • Unterwegs am See oder am Bach, Angeln, Tiere entdecken,…
  • Ausstellungs- oder Museumsbesuche z.B. Daimlermuseum, BMW-Museum, Tier-Museen…

Viel beschäftigten Vätern soll das Drei-Punkte-Programm in Sachen Erziehung und Bildung ihrer Kinder klug unterstützen:

1.)   Vorbild sein: Zuerst sollten sich Väter selbst kritisch überprüfen: Werden Sie dem, was Sie sich von Ihrem Kind wünschen, selbst gerecht? Wird auch mal gelesen anstatt vor der Glotze gehangen? Wann waren Sie das letzte Mal in einer Ausstellung oder in einem Museum? Wann waren Sie das letzte Mal in einer Bücherei? Gehen Sie doch mal auf eine kleine Entdeckungsreise mit Ihrem Kind.

2.)   Kontinuierlich Dranbleiben! Sie sind zeitlich so eingespannt, dass Sie es nicht zu jedem Elternabend schaffen? Kein Problem, trotzdem können Sie sich alle Schultermine Ihres Kindes notieren, weil so wissen Sie immer, wann etwas stattfindet und vielleicht schaffen Sie es dann an jedem zweiten Elternabend teilzunehmen. Klassenarbeitstermine des Kindes gehören ebenfalls in Ihren Terminkalender. Überraschen Sie doch Ihr Kind am Tag der Klassenarbeit mit einem kleinen Glücksbringer oder einem kleinen Notizzettel, welchen Sie im Mäppchen Ihres Kindes verstecken z.B. „Ich denk an Dich, Dein Papa“ oder „Das schaffst Du, ich weiß das doch, Dein Papa“. Das macht Mut, gibt Stärke und motiviert unheimlich. Damit zaubern Sie garantiert ein kleines Lächeln bei Ihrem Kind vor der Klassenarbeit ins Gesicht. Oder greifen Sie doch mal am Nachmittag zum Hörer und erkundigen sich, wie die Klassenarbeit gelaufen ist, wie der Schultag war, wie das Referat gelaufen ist etc.

3.)   Feste Lernzeiten vereinbaren: Die meisten Väter mischen sich erst bei schlechten Noten ein. Richtig ist das nicht, Ihr Kind braucht Unterstützung zuvor. Nehmen Sie sich regelmäßig die Zeit und bieten Sie sich Ihrem Kind als zuverlässiger Lernpartner an. Fest vereinbarte Zeiten helfen Ihnen dabei. Wir sind uns sicher, dass sich Ihr Kind auf die gemeinsame Vereinbarung freuen wird und dann auch gerne mit Ihnen lernt.

 Eltern Family Ratgeber, Ausgabe April – Oktober 2012