Allergien im Kindesalter

Allergien im Kindesalter – häufige Ursache?

Die Nase läuft, die Augen jucken – jeder der Heuschnupfen hat kennt das Problem wenn die ersten Pollen im Umlauf sind. Aber auch Neurodermitis, Asthma oder eine Lebensmittelallergie sind die meist verbreiteten Allergien. 

Jedes 3. Kind in Deutschland leidet an einer Allergie. Das sind rund 9 Millionen Kinder im Alter von fünf bis 15 Jahren. Davon leiden ca. 7 % an Neurodermitis, fast ebenso viele an Asthma und sogar knapp 11% an Heuschnupfen, belegt das Weißbuch Allergie in Deutschland. Jeder 10. Säugling entwickelt bis zum ersten Geburtstag eine Allergie: Von Neurodermitis über eine Nahrungsmittelallergie bis hin zum Heuschnupfen. Diese Allergien verschwinden meist beim erreichen des dritten Lebensalter von alleine doch ein Teil der Betroffenen leidet weiter.

Wie kommt es zu einer Allergie?

Allgemein ist eine Allergie definiert als eine übertriebene Reaktion des körpereigenen Immunsystems auf einen Stoff in der Umwelt.  Kinder, deren Körper sich bereits früh mit Keimen auseinander setzen konnten, können Allergien besser vorbeugen und bekommen seltener eine Allergie. Achten Sie darauf, dass die Umgebung ihres Kindes vor allem im Säuglingsalter nicht zu Steril ist.

„Überschießend“ wird die allergische Reaktion meist auch genannt, da sie bei Allergien über das Ziel, den Körper vor Krankheiten zu schützen hinausschießt. Ob ein Kind eine Allergie bekommt kann auch von seiner Veranlagung abhängen: Das Risiko ist am höchsten wenn beide Elternteile unter denselben Allergien leiden. 

Wie finden Sie heraus ob Ihr Kind an einer Allergie leidet? 

  • Anamnese: Gehen Sie mit einem Kinderarzt oder einem Allergologen Ihre Ernährungs- und Lebensgewohnheiten durch und erkundigen Sie sich im Vorfeld nach bereits bestehenden Allergien in Ihrer Familie 
  • Prick-Test: Wichtigstes Instrument der Diagnostik bei Allergien – Hauttest. Dabei werden Proben verschiedener Allergene auf die Haut aufgetragen um festzustellen welcher Stoff eine allergische Reaktion auslöst.  
  • Blutuntersuchung: Kleiner Piekser in den Finger und ein einziger Tropfen reicht um Allergien festzustellen.

Unser Tipp. Überlegen Sie genau , ob diese Untersuchung auf Allergien nötig und sinnvoll sind und wagen Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt mögliche Vorteile und Risiken ab.

Hat Ihr Kind bereits eine Allergie? Gerne dürfen Sie uns Ihre Erfahrungen mit einem Kommentar schildern. Vielleicht haben Sie zusätzliche Tipps!