4 Fakten: Der optimale Sonnenschutz für Kinder

Strand, Sonnenschirm, Sand, Spielen

Ein guter Sonnenschutz ist schon bei den ersten Sonnenstrahlen vor allem für Kinder Pflicht.

Sonne, Sonne – endlich bist du da

Nicht einmal einhundert Stunden, hat die Sonne in der dunklen Jahreszeit von Dezember 2012 bis Februar 2013 in Deutschland geschienen. Zudem war der Frühling 2013 auch nicht besonders freundlich. Es wundert uns deshalb nicht, dass sich die letzten Monate und Wochen jeder nach der lieben Sonne gesehnt hat, vor allem unsere Kinder. Aber endlich ist es auch bei uns soweit, die warme Jahreszeit hält endlich was sie uns verspricht. Die erste Hitzewelle haben wir bereits überstanden. Nun wollen die Kinder raus, draußen spielen, egal ob im Urlaub oder Zuhause, baden, herumtoben und am besten so wenig wie möglich an Kleidung tragen. Lesen Sie hier bei uns auf „Gesundes Lernen“, wie Kinder gut geschützt die Sommersonne auch genießen können und Erwachsene den Bewegungsdrang ihrer Kinder in der Natur nicht bremsen müssen.

Beginnen wir mit dem Positiven der Sonne, weil einerseits ist sie gesund, stärkt unser Immunsystem und ist lebenswichtig. Der Kreislauf und die Atmung werden durch die Sonne aktiviert, ebenso wird die Vitamin-D-Bildung in Schwung gebracht. Genau das ist für Kinder absolut wichtig. Andererseits sollten Erwachsene zu jederzeit darauf achten, dass der Sonnenschutz bei ihren Kindern nicht vernachlässigt wird. Die Sonne ist nicht zu unterschätzen und kann bei Vernachlässigung des Sonnenschutzes für Kinder absolut gefährlich werden. Umfragen der Hautkrebsstiftung zeigen auf, dass jedes fünfte Kind im Kindergartenalter, bereits schon mindestens einen akuten Sonnenbrand hatte. Die Gefahren der UV-Strahlen werden weiterhin noch immer von vielen Erwachsenen unterschätzt. Mit jedem Sonnenbrand steigt das Hautkrebsrisiko – deshalb gilt: Sonnenbrand durch einen optimalen Sonnenschutz zu vermeiden!

Aber was ist eigentlich Sonnenbrand?

Sonnenbrand ist eine Verbrennung der Haut. Etwa drei bis acht Stunden später nachdem die Haut der Sonne ausgesetzt war, beginnt die Rötung. Hier wird dann von einem Sonnenbrand des 1. Grades gesprochen. Schwillt die Haut an und es bilden sich Blasen, so sind die Verbrennungen schon 2. Grades. Ein Sonnenbrand 3. Grades liegt dann vor, wenn die Haut weitflächig zerstört wurde. Zum Glück bleibt es in den meisten Fällen bei Verbrennungen des 1. oder 2. Grades. Bei einem Sonnenbrand brennt und spannt die Haut und ist sehr berührungs- und druckempfindlich. Innerhalb weniger Tage lassen die Beschwerden dann nach und der Reparaturmechanismus der Haut sorgt für eine Heilung. Bei starkem Sonnenbrand sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Nun zu den 4 Fakten, wie Erwachsene ihre Kinder durch Sonnenschutz optimal vor der Sonne schützen können:

Sonnenschutzmittel rechtzeitig und reichlich auftragen d.h. Zuhause beginnt schon ein guter Sonnenschutz, da manche Sonnencremen eine Einwirkzeit von ca. 20-30 Minuten haben. Beispielsweise im Freibad und am Meer wird die Sonne besonders intensiv durch das Wasser reflektiert. Hier sollte beachtet werden, dass die Sonne dann stärker ist. Nach jedem Sonnenbaden sollte die Sonnencreme erneut aufgetragen werden. Umso höher der Lichtschutzfaktor ist, umso länger kann ein Kind in der Sonne bleiben. Die Höhe des Lichtschutzfaktors hängt von der Eigenschutzzeit und der Zeit, welche das Kind in der Sonne verbringen möchte ab. Bei zarter Kinderhaut, liegt die Eigenschutzzeit bei maximal fünf Minuten. Somit darf ein Kind mit Lichtschutzfaktor 30, beispielsweise am Tag 5 Mal für 30 Minuten in die Sonne, ohne das die Kinderhaut geschädigt wird. Dennoch raten Experten hier, dass die Aufenthaltszeit in der Sonne um ein Drittel reduziert wird um wirklich sicherzustellen, dass keine Schädigung der Haut erfolgt. Vor allem wenn Kinder wie bereits erwähnt sich in Wassernähe aufhalten, sollte die Zeit reduziert werden. Ein guter Sonnenschutz, sollte UV-A- und UV-B-Strahlen abfangen.

Mittagssonne zwischen 11.00 und 15.00 Uhr meiden. Ist das nicht möglich, sollten sich Kinder definitiv im Schatten aufhalten und immer mit Hut- oder Schirmmützchen mit Nackensegel und Hemdchen gekleidet sein.

Vor allem Kinder sollten eine Sonnenbrille tragen, da das Kinderauge mehr UV-Licht durchlässt als ein Erwachsenenauge. Besonders wichtig ist, dass beim Kauf einer Sonnenbrille auf eine hohe Qualität geachtet wird und eine Brille mit ausreichend hohem UV-Schutz d.h. einer Kennzeichnung von „UV-400″ und „CE“ gekauft wird. Bei diesen Brillengläsern werden Wellenlängen bis zu 400 Nanometern (Schädlichkeitsbereich liegt bei 180 bis 360 Nanometern) herausgefiltert. Brillen welche diese Kennzeichnung haben, entsprechen den europäischen Sicherheitsstandards. Ausdrücklich empfehlen wir Brillen eines Optikers zu kaufen bzw. sich dort ausführlich von einem Experten beraten zu lassen.

Kleidung alleine reicht nicht aus – trotzdem eincremen. Immerhin dringen 20 Prozent der UV Strahlen durch die Kleidung durch. Baumwolle, Leinen und andere Naturfasern schützen zwar besser als synthetische Fasern, sind aber auch nicht immer ausreichend. Für Kinder mit empfindlicher Haut oder für Kinder welche eine Allergie haben, wird spezielle Badekleidung aus Mikrofaser mit eingebautem Lichtschutzfaktor empfohlen. Beim Kauf von solcher Kleidung ist zu beachten, dass der UV-Protektionsfaktor (UPF) nicht geringer als 30 ist.

Was tun Sie dagegen, wenn Ihr Kind dann doch mal ausnahmsweise einen kleinen Sonnenbrand mit Nachhause bringt? Was hilft schnell und wirksam? Gibt es vielleicht ein Hausmittelchen? Schreiben Sie uns Ihre Tipps.