Hilfe – die Konzentrationsfähigkeit meines Kindes lässt zu wünschen übrig

Lernschwierigkeiten, Schreibtisch, Stuhl

Was tun wenn es mit der Konzentration bei Ihrem Kind nicht so klappt?

Wir geben Ihnen die Antwort: Ganz einfach – Ursachenermittlung und Umsetzung der Tipps zur Förderung der Konzentration.

Experten sind sich sicher, dass jedes Kind die Fähigkeit besitzt sich zu konzentrieren. Allerdings ist die Konzentration nicht angeboren, sondern muss erlernt werden. Manchmal geht es schneller, manchmal eben langsamer. Konzentrationsfähigkeit hat nur wenig mit Intelligenz zu tun. Es ist nicht bewiesen, dass sich weniger intelligente Kinder schlechter konzentrieren können als intelligente Kinder. Konzentration ist nämlich auch abhängig von der Tagesform.

Einflussfaktoren können hier beispielsweise sein:

• Schlafmangel

• Zu wenig Flüssigkeit – nicht ausreichend getrunken

• Kein Frühstück am Morgen

• Stress und Druck?!

• Unzureichend Bewegung

• Lärmpegel bzw. Unruhe

• Innere Unruhe z.B. Ärger in der Schule oder Zuhause

• Thema, Aufgabe, Gegenstand etc. uninteressant – macht keinen Spaß

• …

Lernen beruht fast ausschließlich auf Konzentration, deshalb ist es wichtig, schon im frühen Kindesalter die Konzentration zu fördern. Allerspätestens mit dem Eintritt in den Kindergarten ist damit anzufangen. Konzentrationsförderung soll den Kindern Spaß machen und keinesfalls unter Druck und Zwang passieren.

Als Richtwert, wie lange sich Kinder in welchem Alter konzentrieren können, werden folgende Zeiten angesetzt:

• 5 bis 7 Jahre: bis zu 15 Minuten

• 7 bis 10 Jahre: bis zu 20 Minuten

• 10 bis 12 Jahre: bis zu 25 Minuten

• 12 bis 16 Jahre: ca. 30 Minuten

Zwischen den Konzentrationsphasen d.h. Lern-und Arbeitsphasen ist es wichtig, dass genügend Ruhe- und Erholungspausen eingebaut werden. Ein Kind braucht Zeit um abzuschalten und kann so neue Energie tanken. Unser Tipp: Eltern vereinbaren mit ihren Kindern einen „Deal“ z.B. zur Erledigung der Hausaufgaben. Wenn beispielsweise das 7 bis 10-jährige Kind 20 Minuten konzentriert an seinen Hausaufgaben arbeitet, gibt es im Anschluss eine 5 bis 10-minütige Pause. In der Pause kann sich das Kind dann ausruhen, entspannen, bewegen (…in der frischen Luft) und Dinge tun die ihm Spaß machen. Allerdings kein Fernseher schauen, Gameboy, Playstation oder Computer spielen.

Grundvoraussetzungen zur Förderung der Konzentration sind ausreichend Schlaf, Bewegung, Trinken und ein vollwertiges Frühstück am Morgen. Ohne Frühstück legen Kinder teilweise einen glatten Fehlstart in der Schule hin. Deshalb unsere bitte an alle Eltern: Nehmen Sie sich die Zeit um gemeinsam mit Ihren Kindern zu frühstücken. Stehen Sie lieber 20 Minuten früher auf.

Ein wichtiger Einflussfaktor auf die Konzentration der ebenso zu den Grundvoraussetzungen zählt, ist die Lern- und Arbeitsumgebung bzw. der Kinderlernplatz. Ist der Kinderschreibtisch und Stuhl nicht ergonomisch d.h. nicht mitwachsend, sodass Tisch- und Stuhl nicht an die Körpergröße des Kindes angepasst werden können, werden Verspannungen und Rückenschmerzen die Folge sein. Erwachsene wissen selbst, wenn es zwickt und schmerzt, können auch sie sich nicht konzentrieren und vor allem vergeht dann auch der Spaß am Arbeiten. Liebe Eltern: Gesundes Lernen liegt uns sehr am Herzen und Ihnen bei Ihren Kindern sicherlich auch. Höhenverstellbare Kinderschreibtische und mitwachsende Stühle sind ein MUSS in jedem Kinderzimmer.

Unter der Rubrik Spiele erfahren Sie, wie Sie die Konzentration Ihrer Kinder auf spielerische Art- und Weise fördern.

Kennen Sie noch weitere Einflussfaktoren die explizit bei Ihrem Kind die Konzentration stören? Dann verraten Sie es doch allen anderen Eltern, indem Sie einen Kommentar hierzu schreiben.