Fernsehen aber mit Verstand

„Vielgucker“ haben weniger Vorteile

Die frühe Kindheit ist eine entscheidende Zeit für die Gesundheit, die Entwicklung des Gehirns und die Entstehung von Verhalten. Daher sollten Kinder aktiven Tätigkeiten nachgehen, die diese Entwicklung fördert.

Wer gesundes Lernen schon im frühen Kindesalter beeinflussen will, stellt sich nicht selten die Frage, wie viel Fernsehen oder Nutzen anderer Medien sein darf oder soll. Sinnvolle Mediennutzung lernen Kinder nicht von selbst oder durch den täglichen Gebrauch der Medien. Auch Mediennutzung will gelernt sein. Sie als Eltern sind das Vorbild vom ersten Tag an. Durch Medienerziehung sollen Kinder lernen, Medien sinnvoll auszuwählen und zu nutzen. Ziel der Medienerziehung ist nicht, sie von Medien fern zu halten. Medien bieten Unterhaltung, ermöglichen Kommunikation und vermitteln neue Informationen über unsere Welt.

Kaum ein anderes Medium ist in Familien so etabliert wie der Fernseher. Das Fernsehen bietet mittlerweile altersgerechte und durchaus wertvolle Sendungen für Kinder, die ihnen Bildung, Wissen, Unterhaltung und viel Spaß vermitteln. Bedenken Sie allerdings, dass einer kanadischen Studie zufolge Schulkids, die mehr als zwei Stunden pro Tag fernsehen, eher zu Übergewicht, passivem Verhalten im Unterricht und Schulproblemen neigen.

Fernsehnutzung in sinnvollen Grenzen

Sie fragen sich bestimmt, welche Grenzen bei der Fernsehnutzung für Ihr Kind sinnvoll sind. Eine Antwort auf diese Frage ist zum einen abhängig von Lebensumständen, Temperament und anderen Eigenschaften des Kindes. Zum anderen sollte auch berücksichtigt werden, wie viel Zeit Ihr Kind mit anderen Medien wie bspw. Computerspiele verbringt. Im folgenden finden Sie Richtzeiten, die die Initiative S“CHAU HIN, Kindgerechter Umgang mit dem TV“ empfiehlt:

Als Orientierungshilfe für Sie: Vorschulkinder 4 bis 6 Jahre sollten nicht länger als eine halbe Stunde pro Tag fernsehen, Grundschulkinder von 6 bis 10 Jahre nicht länger als eine Stunde. Ähnliches wie für Fernsehen gilt auch für Computertätigkeiten am Schreibtisch.

Kanadische Studie zum Nachblättern im Fachblatt „Archives of Pediatric & Adolescent Medicine“ (Bd. 164, S. 425)