Rauchfrei werden

Rauchfrei werden

Wer ca. fünf Zigaretten pro Tag weniger raucht (z. B. 5 statt 10 Zigaretten täglich), hat eine doppelt so hohe Chance, in den kommenden drei Jahren ganz mit dem Rauchen aufzuhören. Das haben Schweizer Forscher in einer Studie herausgefunden. Noch besser wäre in jedem Fall gar nicht zu rauchen bzw. das Rauchen aufzuhören.

Es gibt ganz unterschiedliche Wege und Methode rauchfrei zu werden. Allen gemein ist aber: Es ist schwierig und mit gezielter Unterstützung steigen die langfristigen Erfolgschancen. Für Schüler und junge Erwachsene gibt es etwa ein kostenloses Programm zum „Rauchstopp“, das für Einzelpersonen oder auch für Gruppen anwendbar ist und das unterstützen kann, weniger zu rauchen oder überhaupt mit dem Rauchen aufzuhören.

Dieses Programm wird in Kooperation mit der DAK, der Deutschen Krebshilfe, dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte und der Bundesärztekammer durchgeführt:

  • Vier altersgerechte Tests werde angeboten, die zunächst das eigene Rauchverhalten analysieren.
  • Sie finden Tipps, wie man weniger raucht, wie beispielsweise den „Mein Vertrag zum Weniger Rauchen“.
  • Es gibt regelmäßig attraktive Gewinne für erfolgreiche Teilnahme.
  • Die Informationen sind altersgerecht gestaffelt und stärken auch die Rauchstopp-Motivation.

Ein Tipp an Klassenlehrer: Wenn in einer Schulklasse bereits mehr als 10 % der Schüler regelmäßig rauchen, bietet sich die Teilnahme an der Initative „Just be smokefree“ an:
https://www.justbesmokefree.de/index.php?p=home&s=1

Auch passiv mitrauchen vermeiden

Eine Heidelberger Studie rät Eltern zum Rauchverzicht. Für die aktuelle Studie des Uniklinikums Heidelberg und des Gesundheitsamtes Rhein-Neckar wurden mehr als 4000 Fünf- bis Sechsjährige in Heidelberg und Umgebung untersucht und unter anderem diese Erkenntnisse gewonnen:

  • Kinder, in deren Gegenwart über längere Zeit geraucht wird, erkranken gehäuft an Bluthochdruck.
  • Hoher Blutdruck bei Kindern kann bis ins Erwachsenenalter anhalten und ist dann einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall.
  • Besonders kritisch ist es, wenn Mütter rauchen, weil sie das eher und vermehrt dann zu Hause tun als Väter.
  • Passivrauchen stimuliert Hormone und schädigt Blutgefäße.

http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/ShowSingleNews.176.0.html?tx_ttnews[tt_news]=5398&tx_ttnews[backPid]=24